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gebundenen Lehrgang (yathalandavidhi), und der reinigende Ablauf (pariharavisuddhi), werden betrachtet zu Moksa zu führen.[1] Diese sind als Praktiken vorgeschrieben worden, die von einer Person durchgeführt werden müssen, die auf Moksa bedacht ist, wie ist die richtige Ansicht und so weiter. Andernfalls, dieser [Verzicht] würde nie über eine Person bedacht auf Moksa vorgeschrieben werden, denn es würde für Moksa nutzlos sein, wie zum Beispiel der Verzicht auf die richtige Ansicht und so weiter sein würde. Ein Junge von acht Jahren ist für die jinakalpa ungeeignet und so weiter,[2] welches die Voraussetzung für Moksa ist, ebenso wie andere [ähnliche Praktiken] sind. Wie es gesagt ist:

 

Nur ein Mann, der dreißig Jahre alt ist, oder wer Bettelei mindestens neunzehn Jahre zuvor angenommen hat, hat Anspruch, [solch] gänzlichen Verzicht [d.h. eine der drei oben beschriebenen Arten] zu Unternehmen. [?][3]

 

Wenn dies der Fall wäre, würde es als allgemeine Regel [für die Digambara] erscheinen, dass Moksa von niemandem unter dreißig Jahren erreicht werden kann, weil er nicht in jinakalpa aufgenommen werden kann, da er unfähig ist die Voraussetzungen von Moksa zu erfüllen. Aber solche Unmöglichkeit von Moksa [ist nicht in allen Fällen eingestanden], da Moksa für eine Person von mindestens acht Jahren zugelassen ist.[4] Daher ist es nicht eine allgemeine Regel [dass ohne Annahme der jinakalpa Art der Bettelei eine Person nicht Moksa erreichen kann].

 

# 58 Es gibt auch keine absolute Regel, dass moksa nur möglich für diejenigen ist, die den vollständigen Verzicht der jinakalpa genommen haben, und so weiter, und nicht für jene Bettler, die die geeigneten Beschränkungen der sthavirakalpa gefolgt sind, noch umgekehrt. Ebenso solltet ihr euch an der Schrift halten, die besagt, dass selbst jene die Kleider tragen [Moksa erreichen können, nicht nur nackte Asketen].

 

# 59 [Gegner:] Wenn nach eurer Auslegung, beide, diejenigen, die Kleidung tragen und keine Kleidung tragen und diejenigen, die geeignete und totale Beschränkungen annehmen gleichermaßen in der Lage sind Moksa zu erreichen, dann, warum schreiben die Schriften den schwierigen Weg vor [wie Nacktheit , wenn der einfachere Weg genauso wirksam ist]? Sicherlich ist es nicht logisch, dass ein schmerzhafter Weg vorgeschrieben wird, um etwas zu erreichen, das durch einen einfachen Weg erhältlich ist.

 

# 60 Wenn diese Behauptung gemacht wird, der [Yapaniya] Antwort ist:

 

In den Schriften gibt es eine Vielzahl von Askese[erwähnt], die förderlich sind zur Vermeidung von karmischem Zustrom und karmischen Anhäufungen. Es ist wie die Anwendung eines geeigneten Arzneimittels um eine bestimmte Krankheit zu heilen eine bestimmtes Heilmittel  ist nützlich für eine bestimmte Person in einer bestimmten Art und Weise. [20]

 

Dies ist ähnlich mit Schriften medizinische Heilmittelverschreibungen enthaltend, die bestimmte Arten von medizinischen Anwendungen auf eine bestimmte Person in gewisser Weise von Nutzen sind. Obwohl in all diesen Fällen das Ziel ein und dasselbe ist, nämlich die Wiederherstellung der Gesundheit - die möglichen Verschreibungen sind

 

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[1] Für eine Diskussion über diese beiden Kurse, die anders als in den Svetambara Schriften beschrieben werden und im Vijayodaya Kommentar des Autors Yapaniya Aparajita (Bhagavati-Aradhana, Seiten 352-367), sowie Tatia und Kumar (1981, Seiten 69-78), siehe auch Caillat (1965, Seiten 52-55).

[2] Wenn durch den Begriff "jinakalpa" an dieser Stelle die Yapaniya die Ausübung von Nacktheit (zusätzlich zu anderen Anforderungen) verstehen, dann würde daraus folgen, dass das Gelübde der Nacktheit nicht von einem Jungen von acht gehandhabt werden könnte und, wie das folgende Zitat ausdrücklich aussagt, von irgendjemanden unter dem Alter von dreißig Jahren. Ich bin in Unkenntnis eines Digambara Textes, der das erforderliche Mindestalter einer Person, berechtigt das Gelübde der Nacktheit anzunehmen, festlegt. Ich verstehe von meinen Informanten, dass es üblich ist, diese Einführung nur an Männer in ihrem fortgeschrittenen Alter zu geben und nur für diejenigen, die seit Jahren die anuvratas und andere Gelübde eines Laien ausüben. In der Regel würde nur einem ksullaka oder einem ailaka erlaubt sein, ein Digambara Mönch zu werden, und daher die Sitte von Kind Einführung (baladiksa), die offen unter den Svetambaras im Mittelalter herrschte, unter ihnen völlig unbekannt war. Für Einzelheiten zu dieser Praxis, siehe „The Life of Hemacandra“ [Das Leben des Hemacandra] (Bühler, 1899).

[3] Dieser Vers, die Quelle dessen nicht ausfindig gemacht werden kann und dessen Bedeutung unklar ist, verdient Vergleich mit dem folgenden Vers im Gommatasara (und seinem Hindi Kommentar), welcher bestimmte alte Regeln, anwendbar auf einen Bettler der jinakalpa in der Digambara Überlieferung, zu bewahren scheint:

 

Tisam vaso Jamme, vasapudhattam khu titthayaramule,
paccakkhanam padhido, samjhunadugauyaviharo.

 

("Kommentar: Eine Person, die dreißig Jahre alt ist und nach seiner Eröffnung als Mönch acht Jahre im Studium des neunten Buches der Purva unter einem Tirthankara verbracht hat, kommt das Verhalten genannt pariharavisuddhi zu besitzen. Solch eine Person reist jeden Tag, das heißt, er unterliegt nicht den Regeln von Bettler Rückzug während der Regenzeit und bleibt doch in seinem Verhalten rein"; Gommatasara (Jivakanda), Vers 473).

[4] Ich bin unfähig gewesen, eine schriftliche Autorität zu finden, die Yapaniya Feststellung zu finden, daß eine acht-Jahre-alte Person Moksa erreichen kann. Es ist jedoch, durch die Digambara zugestimmt, dass nur eine Person über dem Alter von acht teilnahmeberechtigt werden kann, die anuvratas der Laien zu erhalten. (gabbhado nikkhamtapadhamasamayappahudi atthavassesu gadesu samjamaggahanappaogo hodi, hettha na hodi tti eso bhavattho; zitiert in: JSK (aus dem Dhavala), IV, S. 141). Vergleiche in diesem Zusammenhang den buddhistischen Glauben, dass ein Junge mindestens acht Jahren sein muss, um Arhatschaft zu erlangen. Der Dhammapada-Atthakatha (II, S. 248; Burlingame, 1921) enthält die Geschichte eines acht-jährigen Jungen namens Samkicca, der Arhatschaft erreicht, während seiner Ordination als Novize (Samanera). Obwohl ich einer ähnlichen Geschichte unter den Jainas nicht bewusst bin, ist die Überlieferung einig, dass die Prabhasa (dem Digambara Anspruch ein nackter Mönch zu sein), der jüngste von Mahavira’s elf ganadharas, war nur vierundzwanzig, als er Arhatschaft erreichte. (Siehe JPP, S. 44.) Dementsprechend ist die "dreißig-Jahre-alt" Altersvoraussetzung, um ein nackter Mönch zu werden wie oben in Fußnote 43 ausgesagt, in alten Zeiten nicht erkannt  - oder, wahrscheinlicher, die Altersvoraussetzung angewendet nur zur Unterziehung zusätzlicher Strenge erlaubt für einen (nackten) Mönch, der die Art von jinakalpa gewählt hatte.