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Als eine Folge der Entstehung der [Wirkung von] Mohaniya-Karma; es ist eine Veränderung des Geistes [d.h. die Seele][1] welche die Wesensart des sexuellen Begehrens hat.
# 110 [Yapaniya:] Wenn ihr auf diese Weise argumentiert, lehnen wir diesen Anspruch ab:
[Das Wort "striveda"] bedeutet einfach, das sexuelle Begehren von einer Frau [als gegenübergestellt zu einer Frau’s Begehren für einen Mann, wie ihr verfochten hattet.]
Wenn die Zusammensetzung "striveda" ausgelegt zu werden wäre als eine Verbindung, in welcher es Sachverhalt-Vereinbarung zwischen "Frau" und "sexuelle Lust" gibt, dann wäre es möglich, das Wort "Frau" in eine andere Bedeutung zu nehmen als die [von jemand, die Brüste und so weiter hat]. Aber es gibt keine Verantwortlichkeit um anzunehmen, dass es Sachverhalt-Vereinbarung in [dieser Verbindung] gibt. Je mehr vernünftige Analyse dieser Verbindung ist um es auszulegen als ein Genitiv Tatpurusha wo striveda, die sexuellen Gefühle einer Frau bedeutet – dies ist, von einer Frau, die Brüste und so weiter hat. [Auslegung dieser Verbindung als Genitiv Tatpurusha ist der früheren Karmadharaya Analyse vorzuziehen, da], wenn eine Bedeutung richtigerweise ermittelbar ist, verletzt nicht die zugänglichste Bedeutung, um vorwärts zu gehen und sie dann dennoch verletzt, erfüllt nicht die Ziele derjenigen, die die grammatischen Gesetze kennen. Die Karmadharaya [ist daher nicht von vornherein zurückgewiesen], kann aber in einem sekundären [attributiven] Sinn verstanden werden.
# 111 [Gegner:] In den Schriften gibt es einen Satz, der sagt: "Der Status von eine Frau zu sein, kann jedoch für Hunderte von palyas dauern."[2] Auch an dieser Stelle, wird das Wort "Frau" in einem nicht-physischen Sinne verwendet. In einem einzigen Körper, kann Weiblichkeit nicht gesagt werden, für einen Zeitraum von hundert palyas zu dauern, wegen dem Ausdruck "wenn es hoch kommt, [eine Göttin] kann für ein Maximum von fünfundfünfzig palyas leben " [?]. Daraus folgt aus diesem Zitat, dass im ersten Zitat, die kontinuierlichen weiblichen sexuellen Gefühle, welche ihre Grundlage in verschiedenen Körpern [unabhängig von Geschlecht] hat, kann für diesen Zeitraum andauern [nicht dieser, der physische Körper einer Frau, welcher ausgestattet ist, mit Brüsten und so weiter, dauert so lange].
# 112 [Yapaniya:] Wenn ihr so argumentiert, dann lehnen wir diese Behauptung ab, weil:
Die Aussage, dass es für ein hundert palyas dauert bezieht sich auf die Kontinuität des [physischen Körpers] einer Frau. [38]
Obohl es es die Zerstörung einer bestimmten manifestierten Form einer Frau gibt, [wenn das Leben zu einem Ende kommt] folgt daraus nicht, dass es das Ende jener Karmas ist, das ein weiblicher Körper erzeugt. Unmittelbar nach [einer Frau's Tod], kann sie wieder einer weiblichen Körper annehmen und somit weiterhin als weibliche wiedergeboren zu werden, ohne irgendeine dazwischenkommende männliche oder hermaphrodite Wiedergeburt. So ist die Aussage: "Der Status von eine Frau zu sein, kann hunderte von
[1] Citta-vikara: citta ist ein Synonym für manas (Geist). Die körperliche Grundlage von Manas besteht aus feinstofflichen Atomen von Materie und wird daher Dravya-Manas genannt. Die nicht-physische Grundlage von Manas, jedoch, durch welche die Seele Glück oder Unglück erlebt, ist eine Fähigkeit der Seele selbst und wird der innere Geist (bhava-Manas) genannt. Die citta-vikara an dieser Stelle würde also die Änderung der Seele anzeigen, die das sexuelle Verlangen auslöst.
[2] Palya: Nach der Jaina Karmalehre kann eine Frau weiterhin als eine Weibliche wiedergeboren werden für drei bis neunhundert palyas - einer ungeheuer langen Zeitspanne bis in Millionen von Jahren. Der Digambara versucht hier zu zeigen, dass da kein physischer Körper möglicherweise diese Länge dauern kann, das Wort "Frau" an dieser Stelle sich nicht auf den Körper einer Frau beziehen kann, sondern auf das innere sexuelle Gefühl.