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von einer Nonne begrüßt zu werden, die hundert Jahre früher geweiht wurde? Warum ist es, dass nicht sie zuerst ehrfürchtig begrüßt zu werden ist durch ihn?[1]
# 13 In eurer Lehre wird es auch gesagt, dass der Tirthankara Malli weiblich war.[2] Aber das ist auch nicht richtig. Man wird ein Tirthankara, indem man zuerst in einem früheren Leben die sechzehn Praktiken[3] ausgeübt hat, beginnend mit der Reinigung der rechten Ansicht (darsanavisuddhi und nicht anders. Eine Person, die die rechte Ansicht besitzt, kann nie die Karmas binden, die einen weiblichen Körper erzeugen.[4] Da dies der Fall, wie kann ein Tirthankara als Frau geboren werden?
# 14 Ausserdem, wenn tatsächlich der Tirthankara Malli oder sonst jemand Moksa erreichte, während als Frau geboren worden zu sein, warum ist dann das, dass ihr nicht ein weibliches Bild von ihr verehrt?[5]
# 15 [Svetambara:] Wenn tatsächlich, wie ihr behauptet, die vorgehenden Fehler bei Frauen bestehen, was ist dann mit [der Aussage in den Schriften, dass] solche Frauen wie Sita, Rukmini, Kunti Draupadi, Subhadra, und andere als Jaina Nonnen geweiht wurden, außerordentliche Askese ausübten, und im sechzehnten Himmel geboren wurden?[6]
# 16 [Digambara:] Antwort: Das ist kein Problem. Nach der Rückkehr vom Himmel, werden diese Frauen als Männer wiedergeboren werden, und werden dann wird in diesem Leben Moksa erreichen; es ist nur, dass es kein Moksa für eine Frau in diesem jetzigen Leben gibt. Aber wenn Frauen Moksa in einem anderen Leben erreichen [wenn sie als Männer wiedergeboren werden], dann welcher Fehler würde da sein?
# 17 Das ist der Sinn der Diskussion. Man sollte die wahre Natur der Dinge für sich selbst verstehen und sollte nicht in Auseinandersetzungen mit den anderen eingehen. Warum so? Bei Streitigkeiten da entstehen Anhaftung und Abneigung, welche das Betrachten über das reine Selbst zerstören.
# 18 Jetzt, als ein Abschluss, erbringt der Autor die endgültige Position [zu diesem Thema]:
Deshalb haben die Jinas ein Bettler Emblem (Linga) für Frauen festgeschrieben, das angemessen ist für sie [d.h., dass sie Kleider tragen müssen]. Diese Frauen werden weibliche Asketen [sramani, d.h., Nonnen] genannt werden, die [gute] Familie, [richtige] Gestalt und Alter haben, und die die Gelübde ausüben. [* 14]
Da Frauen nicht Moksa in diesem jetzigen Leben erreichen können, haben die Tirthankaras ein angemessenes Bettler-Emblem für sie erklärt -das ist, ihren Körper mit Kleidern zu bedecken. Mit dem Wort "Familie" ist gemeint, das welches nicht als anrüchig in der Welt betrachtet wird; infolgedessen sie wert ist, als eine Nonne eingeführt zu werden. Das Wort "Gestalt" bedeutet die äußeren Merkmale [des Körpers], die keine Fehler zeigen - das ist das, welches die Reinheit des Geistes vermittelt, der geboren wird von innerer Freiheit von Leidenschaften, oder das, welches frei ist
[1] Siehe Kapitel II (# 64).
[2] Für die Legende von Malli, siehe Einleitung (# 24).
[3] Für eine Liste der sechzehn Beachtungen zur Wiedergeburt als Tirthankara führend, siehe Tattvarthasutra, VI, 24. Für einen Vergleich mit der buddhistischen Lehre von der Ausübung der Paramitas (Vollkommenheiten), siehe Jaini (1981).
[4] Siehe Kapitel II (n. 57).
[5] Für eine Diskussion über die Ikonographie von Malli, siehe Kapitel VI (# 77).
[6] Da die Möglichkeit einer Frau‘s in den Himmel gehen nicht disputiert wird, ist dieser Einwand wahrscheinlich falsch.