SEITE 159

 

Kapitel VI
Die Yuktiprabodha mit der Svopajnavrtti des Svetambara Upadhyaya Meghavijaya (ca. 1653-1704)

Einführung

(i) Diese abschliessende Auswahl wird aus dem Yuktiprabodha von dem siebzehnten Jahrhundert Svetambara Autor Upadhyaya (Lehrer) Meghavijaya genommen, zusammen mit seinem Kommentar Svopajnavrtti, veröffentlicht im Jahr 1926. Das ist wirklich ein umfassendes Werk ausdrücklich geschrieben für die Widerlegung einer ganzen Reihe von Digambara Positionen, das strimoksa Thema belegt fast fünfzig der insgesamt zweihundertzwanzig Seiten (S. 76-125). Die Arbeit ist auch durch einen anderen Titel bekannt, Varanasiya-Digambaramata-khandana, das ist, eine Widerlegung der von den Anhängern von Pandit Banarasidas (1586-1644) gehaltenen Digambara Ansicht. Im abschließenden Teil dieser Arbeit, gibt Meghavijaya (um 1653-1704, siehe A.P. Shah‘s Einleitung zu seiner anderen Arbeit, die Digvijayamahakavya) einen kurzen Überblick über die Gründe, die ihn leiteten diese Polemik gegen die Digambaras zu unternehmen. Banarasidas (vgl. Rath, 1981) war ein Svetambara Jaina Laie, dessen Familie ursprünglich Anhänger von Meghavijaya‘s geistlicher Linie gewesen war, die Tapagaccha genannt wurde. Er kam unter den Einfluss der Werke des Digambara Acarya Kundakunda da seine Freunde in der Stadt Agra wohnten. Er gab seinen Glauben auf und wurde ein Verbreiter von Kundakunda‘s in der Samayasara (übersetzt von Chakravarti, 1971) enthaltenen Lehren, bekannt für ihre Betonung auf die niscaya-naya (unkonventionelle Sicht). Er schrieb eine poetische Hindi Komposition mit dem Titel Samayasara-nataka (eine Art "Drama", in dem die aufstrebende Seele die Rolle des Helden spielt und den Feind namens Karma besiegt). Diese Arbeit lockte viele Svetambaras zum Digambara

 

SEITE 160