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# 39

Frauen [d. h., Nonnen] können nicht Moksa erreichen;
da [Nonnen] als ungeeignet gelten, entweder [Mönche] zu ermahnen oder teilzunehmen an solchen Bettler Disziplinarhandlungen wie Suspension [aus der Sangha, ungleich Mönchen] oder Abbüssungen.

 

Diese und andere solche Argumente sollten auch in Betracht gezogen werden.

 

# 40 Die neo-Digambaras fügen diesen weiteren Punkt hinzu.[1] Es wird von beiden [Sekten] akzeptiert, dass wenn die befreiten Seelen  bei der Wohnstätte der Siddhas [auf dem Gipfel des Universums] ankommen[sofort nach ihrem Tode], bleiben sie [für immer] eine Größe, die ein Drittel dem der Masse des letzten physischen Körpers ist. Frauen haben jedoch zwei große Löcher in den Ohrläppchen (für Ohrringe), zwei Brüste und Genital-Aushöhlungen. Da solche Erhebungen und Vertiefungen in den Raum Punkten (pradesa), belegt mit den Seelen der [angeblichen] weiblichen Siddhas[2], würden berücksichtigt werden müssen, ihr [Svetambaras] dürftet zugeben müssen, dass auch in den Siddha-Wohnstätten, die männlichen und weiblichen Eigenschaften bleiben würden. Aber das steht im Widerspruch zur Autorität der Schriften, die sagt, dass der Siddha die Gestalt eines Mannes (Purusha) hat.

 

# 41 Gleichermassen, gemäss eurer Ansicht kann eine Frau kevalajnana jederzeit nach dem Alter von acht Jahren erreichen. In diesem Alter wäre es möglich, dort sexuelle Entwicklung ihrer fleischigen Teile und Brust zu sein, und sogar für einen solchen [weiblichen] Kevalin Monatsblutung haben. Da dies der Fall ist, könnten Leute auch Ekel gegen eine Kevalin empfinden [weil sie menstruieren würde. Eine solche unerwünschte Konsequenz könnte verringert werden], wenn ihr, wie wir Digambaras, geglaubt hättet, dass der normale (audarika) Körper einer Person, die kevalajnana am Erreichen ist, in diesem Augenblick immer einen höchst reinen massiven [d.h. den biologischen] Körper (parama-audarika-Sarira)[3] zu besitzen kommt. Aber da ihr bekennt, daß der Körper eines Kevalin der gleiche bleibt so wie der massive Körper als er vorher war, könnt ihr nicht dem von uns gezeigten Fehler entkommen, [nämlich den von der Welt gefühlten Ekel vor einer menstruierenden Kevalin].

 

# 42 Im Übrigen, wenn Frauen den Zustand eines Kevalin erreichen, dann sollten wir erwarten, solche (Sprach)Verwendungen wie weiblicher Kevalin, eine weibliche Siddha, ein weiblicher sayoga-kevalin zu finden [ "mit Aktivitäten", die dreizehnte gunasthana], und eine weibliche ayoga -kevalin [ "ohne Aktivitäten", die vierzehnte gunasthana]. Aber solche (Sprach)Verwendungen sind nicht richtig.

 

# 43 Mit diesem ist auch die Svetambara Behauptung beantwortet, dass der Herr Malli weiblich war, denn dies würde uns zwingen, entweder sie einen weiblichen Tirthankara  zu nennen, oder sie in Gestalt eines männlichen (weiblichen?! hier wird der Übersetzer wohl geirrt haben, AΩ) Bildes zu verehren, das unangemessen sein würde. Aber selbst dieses Argument beiseite lassend, zeigt unserer Erfahrung nicht an, dass eine Person [solche wie eine Frau], die ein Gefäss der Unreinheit

 

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[1] Diese neo-Digambaras sind die Anhänger des Banarasidas, erwähnt in meiner Einleitung (i).

[2] Denn der Begriff des Raumes (pradesa) besetzt von materiellen Atomen und immateriellen Stoffen (einschließlich Seelen), siehe JPP, Seiten 98-100.

[3] In der Diskussion über die audarika und die parama-audarika-Sarira (Kapitel II, Nr. 3) zeigte sich, dass die Svetambaras zusammen mit den Yapaniyas, die Digambara Theorie des gewöhnlichen Körper sich bis in die parama-audarika-sarira wenden zum Zeitpunkt der Arhatschaft Erreichung ablehnen. Sie glauben, dass der Arhat fortsetzen muss, nach wie vor Nahrung und Wasser zu nehmen, abhängig von den gleichen körperlichen Bedürfnisse (solche wie z.B. die Notwendigkeit, zu essen und zu trinken und antworten auf den Ruf der Natur) wie jeder andere Mensch. Was Frauen betrifft, geben die Digambaras nicht zu, dass sie kevalajnana erreichen können, und damit werden in ihrer Lehre Frauen automatisch ausgeschlossen einen parama-audarika Körper zu haben. Da die Svetambaras zugeben, daß Frauen kevalajnana erreichen können, müssen sie Rechenschaft ablegen über die Art und Weise, in welcher weibliche Kevalins ihre Menstruation bewältigen würden, die in Abwesenheit der Theorie einer parama-audarika-sarira, in allen reifen Frauen vorkommen muss. Für die Svetambara Antwort auf diese Frage, siehe # 89 und Anm. 49 unten.