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Siddha] ähnlich [sein wird] wie zu dem des früheren Zustands der Verkörperung wegen den Löchern in den Ohren der Frau, und so weiter, dies ist gleichermaßen für die Männer, die Ohrringe und tragen daher Löcher in den Ohren haben können. [* S. 124, Zeile 9]
# 87 Was das Argument, dass die Form ihrer Brüste [im Zustand eines Siddha beibehalten werden würde] betrifft, ist dies kein Mangel. Ihr Fall ist ähnlich wie der von buckligen oder fettleibigen Menschen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Darüber hinaus sind die Raumpunkte der Seele im Zustand eines Siddha‘s nicht durch solche [vorstehenden Stellen] betroffen. Auch gibt es [das angeblich] Unpassende um der Frau‘s Form in der Siddhaschaft zu beschreiben nicht, weil die gleiche Sache auch über die Gestalt eines Menschen gesagt werden kann. Ihr könnt nicht sagen, dass die männliche Form zulässig ist, weil es in der Pravacanasara [ii, 80d] heißt: "Die [reine] Seele... hat keine definierbare Form." Euer Punkt ist nicht bewiesen, nur weil [die Texte sagen, dass] "die Siddhas sind in der Gestalt von Männern ", da [die Vorgabe des Zitats] ist nur, um die Form von Tieren Anti und so weiter auszuschließen. Aus diesem Grund heißt es in der Dravyasangraha-vrtti:
Die Form vom Siddha ist wie die Form des Schattens eines Mannes. Im Schatten gibt es keine Form, die als unaussprechlich betrachtet werden kann. [Vers 51, zitiert in: JSK Ill, S. 340]
# 88 Was das Argument, dass Menschen Ekel [gegen Nonnen, die menstruierend sind] empfinden können, das auch verhindert nicht ihre Moksa Verwirklichung, wie es ähnlich ist zu dem Fall von Männern, die leiden von unangenehmen Stimme, unbeholfenen Gangarten, oder die völlig deformierte oder bucklige Körper haben. Dies ist ähnlich zu dem Fall jener [nicht-Tirthankara] Kevalins, die dunklen Teint haben im Vergleich zu den außerordentlich bewundernswerten Körpern der Tirthankaras; ihre dunkle Hautfarbe behindert nicht die Erreichung des Zustands eines Kevalin.
# 89 Was das [Digambara] Argument betrifft [, dass eine Nonne nicht Moksa erreichen kann], wegen des Flusses des [Menstruations-] Bluts (rudhirasrava), legen wir klar, dass dieser, durch die Anwesenheit der Libido (Veda) erzeugte Fluss, in ihrem Fall unmöglich ist [wenn sie Arhatschaft erreicht],[1] da die Libidos in diesem Zustand gänzlich abwesend sind. Wenn solches nicht der Fall wäre, dann würde es schwierig sein für euch [die Digambara], auch die Möglichkeit des da sein Könnens von einem [nächtlichen] Samenerguss (viryasrava) im Falle eines männlichen [Arhats] zu leugnen. Was eure Behauptung betrifft, dass ein Arhat ausgestattet ist mit einem außerordentlich reinen Körper [d.h. frei von Blut, Sperma, Urin, etc.], [lehnen wir diese ab und] werden dazu kurz antworten.[2]
# 90 [Svetambara:] [* S. 125,] Zeilen 1-4 So sind alle unsere Argumente gut begründet. Wir legen daher den folgenden Syllogismus vor:
[1] Wie oben in der Anmerkung 28 beschrieben, glauben die Digambara, dass der Körper des Arhat, rein seiend (parama-audarika) und sich ohne Nahrung oder Wasser halten kann, völlig frei von solchen unreinen Substanzen wie Blut, Sperma oder Urin ist. Da in ihrer Lehre eine Frau Arhatschaft nicht erreichen kann, kann sie den Verunreinigungen nicht entrinnen, die sich aus der Aufnahme von Nahrung und Wasser ergeben müssen. Die Svetambaras lehnen die Theorie des durch die Digambaras für die Arhat behaupteten "reinen Körper" ab und halten aufrecht, dass dessen Körper weiter funktioniert wie zuvor. Die Anwesenheit von Sperma im Körper eines männlicher Arhat‘s und seiner Entleerung, jedoch, stellen für die Svetambaras ein Problem dar. Sie können nicht die Existenz von Sperma in einem jungen männlichen Körper leugnen, aber sie müssen die Möglichkeit seiner Entladung bei einem Arhat leugnen, weil es geglaubt wird, dass Samenerguss nicht auftreten kann ohne den Veda oder Libido zu erleben. Da die Libido, die das Ergebnis der Mohaniya (d.h. das Leidenschaft erzeugenden) Karmas ist, vor dem Erreichen der Arhatschaft beseitigt wird, glauben die Svetambaras, dass kein Samenerguss für einen Arhat möglich ist. Aus dem gleichen Grund wird es von den Svetambaras argumentiert, dass die Menstruation einer weiblichen Arhat, auch wenn sie noch jung ist, aufhören zu existieren wird, weil, wie der männliche Arhat, wird auch sie die Libido beseitigt haben, das gesagt wird, der Hauptgrund für die Existenz der Menstruation zu sein. Während die unveränderliche Verbindung zwischen dem Samenerguss und Libido offensichtlich für alle ist, scheinen nur die Svetambaras die Menstruation mit Libido zu verbinden (Bei jungen Männern, die das Zölibat auch psychisch errungen haben, d.h. auch ohne Libido und somit die achte Sprosse der gunastara Leiter erklettert haben, bleibt trotz der Höchstform der männlichen Kraft mit etwa 30 Jahren auch der nächtliche Samenerguss aus und die damit verbundenen [euphemistisch ausgedrückt] feuchten Träume, wobei es vorkommen kann, dass der Urin milchigweiss ist, [wie bei Mahavira beobachtet] jedoch nur ca. einmal in 3 Jahren, ansonsten es keine Anzeichen von einem andern Zusammenhang mit dem physischen Samenerguss mehr gibt. Dass bei einer jungen noch zeugungsfähigen Frau, deshalb die Menstruation ausbleibt, wenn sie die 8. Sprosse der gunastara Leiter erklommen hat ist wegen der unveränderlichen Verbindung zwischen beiden, d.h. Samenerguss und Menstruation, bei der Aufgabe der Libido infolgedessen ein Stoppen der Menstruation zwingend, wobei einmal innerhalb von drei Jahren bei ihr der Urin auch eine andere Färbung, rosa oder eben auch evt. milchigweiss sein wird. AΩ).
[2] Meghavijaya beschreibt diesen Punkt sehr ausführlich in seiner Behandlung der Kontroverse über die kevali-kavalahara (ab S. 157, Zeile 6, S. 159, Zeile 10).