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die ohne Kleider (acelaka) gehen und jenen religiösen Frauen, die Kleider tragen (sacelaka) sich grundlegend unterscheiden und nicht zum gleichen Ziel führen. Durch Logik, Wege, die getrennt beginnen, können nicht im gleichen Ziel enden; daher lehnt der Digambara die Gleichwertigkeit dieser beiden Wege ab. Das heilige Leben einer Nonne fällt sehr viel hinter den vollständigen Verzicht und ist so letztlich vergleichbar mit dem religiösen Leben einer Laienperson. Deshalb, kann sie wie der Haushälter in den Himmel aufgenommen werden, aber sie wird unfähig sein, Moksa in ihrem gegenwärtigen Leben zu erreichen. Wenn die Svetambaras dennoch weiterhin darauf bestehen, dass eines Mannes Kleidertragen nicht gegen die Vorschriften über Nichtbesitz (aparigraha) oder Nichtverletzen (Ahimsa) verstösst, dann müssen sie auch zugeben, dass eine dieser beiden Arten von Moksa untergeordnet zu der anderen ist - eine Position, die ihre eigene Schrift nicht unterstützt.

 

# 33 Die Bedeutung der oben von den Digambaras und Svetambaras zitierten Schriftstellen über die Unfähigkeit der Frauen entweder in die siebte Hölle stürzen oder den gänzliche Verzicht auf Kleider ist absolut fragwürdig. Doch die Anhänger der beiden Sekten haben sich nicht gänzlich auf schriftliches Zeugnis im verfechten ihrer Glauben berufen. Die Digambaras insbesonders haben erstrebt, ihre Argumente durch Rückgriff auf die untergeordnete Stellung der Frauen sowohl innerhalb der indischen Gesellschaft als Ganzes, als auch innerhalb der kirchlichen Ordnung zu stärken.

Obwohl die Upanishaden die Debattierfähigkeiten von brahmanischen Frauen wie Gargi Vacaknavi (Zaehner, 1966, S. 55-57) bezeugen, ist es eine beklagenswerte Tatsache des indischen monastischen Lebens, dass obwohl Frauen technisch nicht das Studium der Schriften verweigert wurde, es gewiss nicht ihre Stärke war. Da müssen natürlich, bei beiden, den Jaina und Buddhisten Nonnenorden, gelernte Frauen gewesen sein, und sie würden wahrscheinlich zu einer Zeit erlaubt gewesen sein, an den gewöhnlich zwischen Anhängern von rivalisierenden Schulen abgehaltenen Debatten teilzunehmen, wie bezeugt von solchen Texten wie die Jaina Uttaradhyayana-Sutra und die buddhistische Therigatha. Aber im postkanonischenl Zeitraum beider Religionen ging die Rolle der Frauen nach und nach zurück, bis sie letztlich nur die rudimentären Texte in Bezug auf Verhalten zu studieren erlaubt waren, nicht die rivalisierenden philosophischen Lehren, die Männer öffentlich debattierten. Teilnahme an solchen Debatten war nicht nur eine Frage der Wissenschaft, sondern forderte auch nachweisbare okkulte Kräfte, wobei die Hütergottheiten (sasana-devata) von jemandes eigener Schule - z.B. die Göttinnen Cakaresvari für die Jainas und Tara für die Buddhisten - aufgefordert werden könnten, jemandes Rivale besiegen zu helfen.[1] Solche Mächte, labdhis genannt, wurden nur das Vorrecht der Männer erachtet, die sie durch die Impulse ihrer Askese und Yoga-Kräfte generierten. Die Laien, waren natürlich als unfähig betrachtet, solche Mächte zu entwickeln,

 

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[1] Denn die Geschichte des Jaina Logiker Akalanka geholfen worden von der Göttin Cakresvari gegen die Buddhisten, die geholfen wurden von ihrer Göttin Tara in einer Debatte, siehe Nyayakumudacandra, Pt. 1, Einf., S. 36.