SEITE 20
Digambara Gegenstück. Das geht aus dem Svetambara Bettelorden Gesetz hervor, welches festlegt, dass:
Selbst wenn eine Nonne seit hundert Jahren geweiht ist, muss sie an ein jungen Mönch huldigung zollen, auch wenn dieser Mönch diesen selben Tag ordiniert wurde, indem sie ihm entgegengeht und im ihn mit Ehrfurcht grüßen.[1]
Sie kann, darüber hinaus, zu Mönchen beichten und durch sie ermahnt werden, ist aber von der Annahme dieser Aufgaben selbst verboten. Die Digambaras beschlagnahmten diese Diskrepanz zwischen dem technischen und praktischen Status von Svetambara Nonnen und behaupteten, dass der Nonne’s minderwertiger Status im rivalisierenden kirchlichen Orden, ihren inne wohnende Minderwertigkeit beim Erreichen der geforderten Perfektion beweist, ohne die Moksa unmöglich sein würde.
# 37 Die Antwort der Svetambaras zu dieser Herausforderung ist nahezu identisch mit der vorherigen: Es gibt keine logische Verbindung, geschweige denn ein unveränderlich Gleichzeitigkeit zwischen jemandes Grüße erwidert zu haben und Moksa zu erreichen. Sie nutzen das Beispiel eines Lehrers und seines Schülers um diesen Punkt zu illustrieren: Der Lehrer mag nicht die Schüler grüßen, aber die Schüler können immer noch Moksa erreichen. Der Digambaras’ Gegenbeweis ist auch eine Neuformulierung ihrer früheren Position. Zugegeben, es gibt keine Gleichzeitigkeit zwischen begrüßt Sein und Moksa zu gehen, jedoch müssen die Svetambaras nicht vergessen, dass nur diejenigen Schüler, die zuerst Vollkommenheit erreichen Moksa erreichen werden, und Perfektion zu erreichen ist nicht ein universelles Vorkommen. Andernfalls würden die Svetambara zugeben müssen, dass alle Schüler unabhängig von ihrer Vorbereitung, Moksa erreichen können.
Zur Stützung ihrer Behauptung, bieten die Digambaras ein Gegenbeispiel der Söhne und Töchter eines Königs. Nach indischen Erstgeburtsgesetzen kann nur der älteste Sohn den Thron erben, jedoch erhalten die ausgeschlossenen Prinzen dann nicht gleichen Status zur Prinzessinnen. Prinzen können für das Königtum unter verschiedenen Umständen in Betracht gezogen werden, Prinzessinnen, jedoch sind niemals anspruchsberechtigt den Thron zu erben. Auf die gleiche Weise, ob ein Schüler von einem Lehrer begrüßt wird oder nicht, kann er Moksa nur erreichen, wenn er die erforderliche moralische Vollkommenheit erreicht, es ist daher ungültig, ihn mit Frauen zu vergleichen, die von Natur aus nicht teilnahmeberechtigt sind für diese Erreichung.
# 38 Im Anschluss an das gleiche Argument, zeigt der Digambara die Unterlegenheit der Frauen auch mit Hinblick auf weltlichen Status. Die Folgerung ist syllogistisch gerahmt:
Es gibt kein Erreichen des höheren Status [d.h., Moksa] durch Frauen;
weil sie unwürdig sind auf den höheren Status von Yogis, Haushältern oder
Göttern;
wie es der Fall ist mit Hermaphroditen.[2]
Die Digambaras behaupten, dass der höchst erreichbar Status von einem Laien, der