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Madhya-loka als ein Mensch oder ein Tier. Der mittlere Bereich ist daher der Schwerpunkt des Wiedergeburtsverlaufs und das Sprungbrett zur Wiedergeburt in einer anderen Sphäre. In Übereinstimmung mit der allgemeinen indischen Überzeugungen, glauben die Jainas auch, dass Moksa nur von einer menschlichen Existenz erreicht werden kann. (Diese letzten Sätze sind im Original im Imperfekt. AΩ)

 

# 14 Was von besonderem Interesse für unsere Kontroverse ist, ist die Tatsache, dass die Digambaras und die Svetambaras, welche beide diese Kosmologie und die Vorschriften über die Wiedergeburt akzeptieren, weiterhin übereinstimmen, dass Frauen, ungleich Männern, unfähig sind die extremste Form des unheilvollen Wollens zu erleben; konsequenterweise sind sie unfähig, in der untersten, der siebten, Hölle wiedergeboren zu werden. Während jedoch die Svetambaras Frauen extreme Reinheit des moralischen Bewußtseins zu erfahren zulassen, und somit Wiedergeburt in der Sarvarthasiddhi zu erlangen, wird diese Möglichkeit durch die Digambaras verleugnet. Die Digambaras wendeten ihren Glauben an die Unterschiede zwischen dem moralischen Bewußtseins von Männern und Frauen als Rechtfertigung für ihr Dogma an, dass Frauen - die nicht in die unterste Hölle fallen oder zu den höchsten Himmeln aufsteigen können - von Natur aus nicht in der Lage sind um den Siddha-loka zu erreichen, ein Reich über den höchsten Himmenl auf dem Gipfel des Jaina Universums.

 

# 15 Das Vernunftprinzip hinter diesem Argument war die gegenseitig anerkannte Lehre, dass die Intensität eines gegebenen Wollens den Charakter der sie ausgelösten Handlung bestimmt. Die Jainas verwenden das Wort "dhyana" (Konzentration), um sich zu beziehen auf böse und gute Willensanstösse. Böse Konzentration ist zweifach: arta (traurig) und raudra (grausam), von denen die extremsten Formen des letzteren zur Wiedergeburt in der siebten Hölle führt. Heilsame Konzentration ist ebenfalls zweifach: dharma (rechtschaffen) und sukla (rein). Die Pflege des ersteren, fürt zu gesunden Schicksalen, gipfelnd in den höchsten Himmeln. Nur durch die reine Konzentration (sukladhyana), jedoch kann man Moksa erreichen nachdem man alle karmischen Bindungen vollständig eliminiert hat. Die Digambaras halten aufrecht, dass nur diejenigen, die fähig sind, die unreinsten Formen der Konzentration zu hegen, ähnlich tauglich sind, die reinsten Arten von Konzentration zu beschäftigen. Sie machen deshalb geltend, dass die Unfähigkeit einer Frau in der siebten Hölle geboren zu werden, ein sicheres Anzeichen für ihre Unfähigkeit sei, je in den höchsten Himmeln geboren zu werden. Auch wenn, wegen der Argumentation, die Digambaras die Erreichung des Sarvarthasiddhi Himmels als unwesentlich für die Debatte über Moksa zu betrachten wären, würden sie immer noch geltend gemacht haben, dass die Wohnstätte der Siddhas – die kosmologisch das höchste Extrem des Universums vertreten, im Gegensatz zu der siebten Hölle - nur von denen erreicht werden könnte, die in der Lage waren, diese sukladhyana zu perfektionieren.[1] Sollten die Svetambara jedoch darauf bestehen, dass der weibliche Körper kein Hindernis um nicht nur Sarvarthasiddhi sondern auch die Siddha-loka zu erreichen wäre, dann würden sie notgedrungen auch zuzugeben haben, dass Frauen

 

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[1] Über die sukladhyanas, die erst gegen Ende des Jaina spirituellen Weges gewonnen werden, siehe JPP, Seiten 257-270.