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Texte praktisch die einzige zusammenhängende wissenschaftliche Erklärung für die Frage der sexuellen Orientierung, die nicht nur in Süd-Asien, sondern überall in der vormodernen [auch in der gegenwärtigen und zukünftigen] Welt gefunden werden kann. Mit anderen Worten: sind diese Dokumente wirklich einzigartig, und es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass ohne eine gewisse Kenntnis des Inhalts es unmöglich ist, einen klaren Sinn über den sozialen Aufbau über Geschlecht im traditionellen wie auch modernen Indien zu bilden.
Lasst mich nun den Besonderheiten der Jaina Texte, die Professor Jaini vor uns hingestellt hat zuwenden und sie im Rahmen der großen einheimischen indischen Überlieferung in Bezug auf Frauen, Geschlecht, Sexualität zu diskutieren und die jeweiligen Fähigkeiten der beiden Geschlechter den höchsten Grad des spirituellen Fortschritts zu erreichen, wie diese Überlieferung von den wichtigsten Dokumenten des Hinduismus und des Buddhismus erbracht zu werden ist. Die Frage nach der Rolle und die Fähigkeiten von Frauen im geistlichen Leben ist eine uralte in Indien. Wie schon oft erwähnt worden ist, werden Frauen, speziell die Frauen der religiösen Denker, so früh wie die Upanishaden, als in metaphysischer Debatte mit ihren Männern geschildert [kann wohl so sein, jedoch darf man folgenden Gedankengang nicht ausser Acht lassen: im Zusammenhang wie die Beziehung von Xanthippe mit Sokrates gesehen, wo ein sprichwörtlich keifendes Weib, der Grösse des Philosophen nichts abgetan hat, ja sogar war gerade dies seiner Grösse zuträglich, denn wie einfach ist es doch für einen Mann, seine Wut zu besiegen, wenn er nicht gereizt wird; seine Grösse kann nur der unter Beweis stellen, der auch unter der grössten Herausforderung seine Gleichmut bewahren kann. AΩ].[1] In der epischen Dichtung werden solche Frauen häufig als die spirituellen Begleiterinnen ihrer Ehemännern, den Wald Weisen oder rsis, aufgezeigt. In einigen Fällen werden einzelne Frauen-Asketen erwähnt und gelegentlich spielen sie unabhängige Rollen in den epischen Erzählungen und können sogar gezeigt werden, spirituelle Befreiung zu erlangen.[2] Im Allgemeinen wird jedoch wenig systematische Aufmerksamkeit auf das geistige Potential der Frauen gegeben. Zunächst einmal entwickeln die vedischen und hinduistischen Überlieferungen in der frühen Periode nicht die Institution des kommunalen Mönchtums. Großen Wert wird auf den Verzicht gelegt über die Welt gegen wirkend auf spirituelle Praxis und Meditation, aber die zentrale Institution war für dieses in der frühen Zeit der Ashram, welcher, im Beibehalten mit seiner Charakterisierung als eine vergeistigte Familie (gurukula) unter der Leitung eines geistlichen Vaters, den Guru und seiner Frau, war nicht, obwohl es das Zölibat einiger oder aller seiner Mitglieder verlangen könnte, in irgendeinem bedeutungsvollen Sinn ein Kloster. Es ist nicht bis zum Zeitpunkt des Adisankaracarya, viel von dessen Arbeit offenbar beabsichtigt gewesen ist, um dem Einfluss des Buddhismus zu begegnen, dass sich der Hinduismus zu formalen und zentralisierten klösterlichen Gemeinschaften entwickelt zu haben scheint. Diese Gemeinschaften scheinen für Frauen geschlossen gewesen sein, bis in neuester Zeit gleichlaufende Gemeinschaften von Frauen in Erscheinung getreten sind.
Die Theravada-Buddhismus Haltung gegenüber der Zulassung von Frauen zum Sangha oder zur Klostergemeinschaft im frühen Indien ist bekannt. In der Cullavagga wird gesagt, der Buddha hat keine Erwähnung über die Frage der Zulassung von Frauen zum Orden gemacht, bis seine verwitwete Verwandte (Tante), Mahapajapati Gotami, herantrat, eine Abordnung von Frauen führend, die die Welt zu verlassen wünschten und in ihrem Namen um Erlaubnis plädierte. Der Buddha soll dreimal ihr Gesuch abgelehnt haben. Sein Schüler
[1] Brhadaranyaka-upanisad; III, 8, 1-12; IV, 5, 1-15. Passagen wie diese sind jedoch oft als Grundlage für die Behauptung verwendet worden, dass es vollkommen soziale Gleichstellung der Frauen im vedischen Indien gab. Dies ist höchst unwahrscheinlich.
[2] Siehe zum Beispiel die Geschichten von Sabari bei Ramayana , III, 70, und von Svayamprabha (iv, 49-51).