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ist in brahmanischer Literatur gefunden worden, dass der Namen des eigentlichen Verfassers der Vaisêshika Rôhagupta war, und seine Gôtra der Kausika Gôtra; noch kann Rôhagupta und Kanâda als unterschiedliche Namen derselben Person genommen werden, weil ihre Gôtras ebenfalls abweichen. Kânâda, Nachfolger von Kanâda, bedeutet etymologisch Krähen-Esser, Eule; daher hat sein System den Spitznamen Aulûkya Darsana, Eulen-Philosophie[1] bekommen. In Rôhagupta's zweitem Namen, Khuluya, welcher für Shadulûka[2] steht, ist Anspielung auf die "Eule" gemacht, wahrscheinlich zu der Kânâda’s; aber die Gainas beziehen ulûka auf die Gôtra der Rôhagupta, nämlich Kausika[3], welches Wort auch Eule bedeutet. Da die einhellige Überlieferung der Brahmanen den Vorzug verdient vor der der Gainas, können wir am ehesten für die letzteren, von der Annahme, dass Rôhagupta die Vaisêshika Philosophie nicht erfunden, sondern nur übernahm, um seine schismatischen Ansichten zu unterstützen, erwägen.
Über die beiden in diesem Band übersetzten Werke, die Uttarâdhyayana und Sûtrakritâṅga, habe ich nur wenig den Ausführungen von Professor Weber in die Indische Studien, Band XVI, S. 259 ff. und Band XVII, S. 43 ff. hinzuzufügen. Der Sûtrakritâṅga ist wahrscheinlich das ältere der beiden, da es der zweite Aṅga ist, und die Aṅgas erhalten den ersten Rang unter den kanonischen Bücher der Gainas, während der Uttarâdhyayana, die erste Mûlasûtra, zum letzten Abschnitt der Siddhânta gehört. Nach der Zusammenfassung in der vierten Aṅga ist es Gegenstand Sûtrakritâṅga, junge Mönche gegen die ketzerischen Meinungen von fremden Lehrern zu stärken, um sie im rechten Glauben zu festigen und sie zum höchste Guten zu führen. Diese Beschreibung ist im Grossen und Ganzen richtig, aber nicht erschöpfend, wie es beim Durchgehen vom Inhaltsverzeichnis zu sehen sein wird. Das Werk beginnt mit der Widerlegung von ketzerischen Lehren, und der gleiche Gegenstand wird ausführlicher wieder in der