SEITE 106                                                                                         Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                             Uttarâdhyayana Sûtra

zu Finsternis, um Elend zu äußern; der unheilige Mann, der die Regeln der Mönche bricht, saust, sozusagen, in die Hölle, und um wieder als eine Bestie geboren zu werden." (46)

"Er der verboten Almosen annimmt, nämlich solche Nahrung, wie er selbst dafür fragt, wie um seinetwillen gekauft worden ist, oder wie er regelmäßig bekommt (wie von Recht und Brauch), der wie Feuer alles verschlingt, wird von hier in die Hölle gehen, nachdem er gesündigt hat." (47)

"Ein Kehlendurchschneider Feind wird ihm nicht solchen Schaden tun als seine eigene Verderbtheit ihm tun wird; der Mann ohne Mitleid wird Reue in der Stunde des Todes fühlen." (48)

"Vergeblich nimmt er Nacktheit an, der sich über Bewandtnisse von höchstem Interesse irrt; weder diese Welt noch die nächste wird seine sein; er ist ein Verlierer in beiderlei Hinsicht in der Welt." (49)

"So der eigenwillige Sünder, der die Straße der höchsten Ginas verlässt, der mit dem Appetit eines Fischadlers begierig nach Vergnügen ist, wird bekümmert in unnützer Sorge." (50)

"Ein weiser Mann, der diese gehaltene Rede hört, eine Anweisung voll von kostbarer Weisheit, und der jeden Weg der Boshaften verlässt, sollte den Weg der großen Nirgranthas gehen." (51)

"Er der tugendhaftes Verhalten und Leben besitzt, der die beste Selbst-Kontrolle ausgeübt hat, dersich von sündhaften Einflüssen bewahrt[1], und der seinen Karman zerstört hat, wird (am Ende) den größten, besten und dauerhaften Platz (nämlich mukti) erreichen." (52)

So predigte der strenge und ruhige, große Asket und große Weise, der die großen Gelübde gehalten und großen Ruhm besaß, sehr ausführlich diese große Predigt: die große Aufgabe der Nirgranthas. (53)

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[1] Nirâsava = nirâsrava. Für die âsravas, siehe SEITE 55 , Anmerkung 1