SEITE 62 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
Stadt namens Ishukâra[1], welche schön wie der Himmel ist. (1)
Durch ein Überbleibsel des in ihrem früheren Leben erworbenen Verdienstes, wurden sie in adligen Familien geboren. Angewidert von der Welt und Angst vor dem Samsâra, ließen sie von (Vergnügungen, usw.) ab und nahmen Zuflucht im Pfad der Ginas. (2)
Zwei Männer blieben Junggesellen, (der dritte wurde) der Purôhita (Bhrigu), (der vierte) seine Frau Yasâ, (der fünfte) der weitherum berühmte König Ishukâra, und (der sechste) seine Frau Kamalâvatî. (3)
Überwältigt von Angst vor Geburt, Alter und Tod, ihre Vernunft entschloss zur Wallfahrt, und in der Hoffnung dem Rad der Geburten zu entkommen, prüften sie Vergnügungen und liessen von ihnen ab. (4)
Beides liebe Söhne des brahmanischen Purôhita, der auf Arbeiten erpicht war, erinnerten sich ihrer ehemaligen Geburt, und der Buße und Selbst-Kontrolle, die sie damals ausgeübt hatten. (5)
Abgeneigt zu menschlichen und himmlischen Vergnügungen, Befreiung wünschend und voller Glauben, gingen sie zu ihrem Vater und sprachen also: (6)
"Sehend, daß das Los der Menschen vergänglich ist und unsicher, und dass sein Leben nicht lange dauert, nehmen wir keine Freude am häuslichen Leben; wir bitten um dein Lebewohl: Wir werden zu Mönchen werden." (7)
Um sie von einem Leben von Enthaltungen abzubringen, antwortete der Vater auf jene (Möchtegern-) Mönche: "Diejenigen, bewandert in den Vêdas (Veden) sagen, dass es keine bessere Welt für Menschen ohne Söhne geben wird. (8)
"Meine Söhne, nachdem ihr die Vêdas studiert habt, und die Priester gefüttert, nachdem ihr eure eigenen Söhne platziert habt
[1] According to the Prâk ri t legend given in the commentary it was in the Kuru country. Nach der im Kommentar gegebenen Prâkrit Legende war sie im Kuru Land.