Seite XL Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung Âkârâṅga Sûtra und Kalpa Sûtra
Glosse hinzugefügt werden müsste, oder sogar durch diejenigen in den Text eingefügt werden, die es entweder schriftlich oder in der Unterrichtung ihrer Schüler übermittelten. Aber ein Argument von mehr Gewicht, ist die Tatsache, dass in der Siddhânta finden wir keine Spuren der griechischen Astronomie. In der Tat ist die Gaina Astronomie ein System von unglaublicher Absurdität, welche nicht möglich gewesen wäre, wenn sein Autor die kleinste Kenntnis der griechischen Wissenschaft gehabt hätte. Da diese in Indien um das dritte oder vierte Jahrhundert n. Chr. eingeführt worden zu sein scheint, folgt daraus, dass die heiligen Bücher der Gainas vor diesem Zeitpunkt abgefasst wurden.
Ein weiteres Argument, das sich selbst für die Festsetzung des Zeitraums der Abfassung der heiligen Bücher anbietet, ist die Sprache, in der sie geschrieben werden. Aber, leider, ist es gar nicht klar, ob die heiligen Bücher, die in dieser Sprache, in der sie abgefasst war weitergereicht wurden, oder in der, in der sie ausgesprochen wurden, und abgeschrieben in späteren Generationen, nach dem dann aktuellen Idiom, bis Devarddhi's Herausgabe der Modernisierung der Sprache in den heiligen Bücher ein Ende setzte. Ich bin geneigt zu glauben, dass die letztere Ansicht berechtigt ist, und schaue auf das Fehlen einer selbst-übereinstimmenden Orthographie des Gaina Prâkrit wie die Auswirkung der allmählichen Veränderung der Mundart Sprache, in der die heiligen Bücher rezitiert wurden. In allen MSS. von Gaina Texten ist das gleiche Wort nicht immer auf die gleiche Weise buchstabiert. Die Unterschiede in der Rechtschreibung finden hauptsächlich auf die Beibehaltung, Unterlassung oder Abschwächung einzelner Konsonanten zwischen Vokalen und die Beibehaltung der Vokale e, o, vor zwei Konsonanten, oder ihre Änderung in i, u. Es ist kaum möglich, dass die verschiedenen Schreibweisen von einem Wort die Aussprache von diesem Wort zu irgendeiner bestimmten Zeit ganz richtig darstellt, z.B. bhûta, bhûya; udaga, udaya, uaya; lobha, Loha[1], &c., aber wahrscheinlich müssen wir diese Methoden der Schreibweise als historische Schreibweisen, betrachten, das heißt, dass alle unterschiedlichen Schreibweisen in den MSS., die das Material für Devarddhi's Edition der Siddhânta formten, als authentisch betrachtet und in allen späteren Kopien der heiligen Texte bewahrt wurden. Wenn diese Annahme richtig ist, müssen wir
[1] Ich beharre nicht darauf dass keine Doppelform irgendeines Wortes zu irgendeiner Zeit geläufig war, denn da müssen eine gute Anzahl Doppelformen gewesen sein, aber ich zweifle dass beinahe jedes Wort in zwei oder drei Formen existiert haben sollte