Seite XVII Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung Âkârâṅga Sûtra und Kalpa Sûtra
der Gaina Überzeugung. Schließlich sind richtig die Buddhisten in der Annahme der Stadt Pâpâ als Ort von Nâtaputta’s Tod.
Vergleicht man diesen Umriss von Mahâvîra's Leben mit dem Buddha's, können wir wenig oder gar nichts im Vorhergehenden erkennen, das den Verdacht erwecken kann, dass es gemäss dem Letzteren durch Überlieferung entwickelt worden ist. Die allgemeine Ähnlichkeit zwischen den Leben der beiden ist pflichtgemäss zu ihrem Asketenleben, welche von der Natur der Dinge einige Einheitlichkeiten aufweisen müssen, die sicherlich dem Geist eines europäischen Historikers unserer Zeit grösser erscheinen wird, als dem eines alten Hindu. Einige Namen von Mahâvîra's Beziehungen sind ähnlich denen Buddha's: die ehemalige Ehefrau war Yasodâ, des Letzteren Yasodharâ; der ehemalige ältere Bruder war Nandivardhana, des Letzteren Stiefbruder Nanda; Buddhas Namen als Prinz war Siddhartha, welcher der Name Mahâvîra's Vater war. Aber wenn die Ähnlichkeit dieser Namen irgendetwas beweist, beweist es nicht mehr als dass Namen dieser Beschreibung damals unter den Kshatriyas viel verwendet waren, wie sie sicherlich zu allen Zeiten waren[1]. Es ist auch nicht zu verwundern, dass zwei Kshatriyas oppositionelle Sekten gegründet haben sollten, oder zumindest in Missachtung der Autorität der Brâhmanen. Denn, wie ich in der Fortsetzung versuchen werde zu beweisen, waren die Kshatriyas die am häufigsten von allen Kasten das zu werden, was die Brahmanen "unwahre Asketen" nennen würden.
Wir werden nun der Reihe nach die wichtigsten Ereignisse des Lebens Buddha's und Mahâvîra's Seite an Seite stellen, um ihren Unterschied zu veranschaulichen. Buddha wurde in Kapilavastu geboren, Mahâvîra in einem Dorf in der Nähe von Vaisâlî; Buddhas Mutter starb nach seiner Geburt, Mahâvîra's Eltern lebten, und sahen ihn als einen erwachsenen Mann; Buddha wendete sich asketisch während der Lebenszeit und gegen den Willen seines Vaters, Mahâvîra tat so nach dem Tod seiner Eltern und mit Zustimmung jener an der Macht; Buddha führte ein Leben der Einschränkungen für sechs Jahre, Mahâvîra für zwölf; Buddha betrachtete diese Jahren als verschwendete Zeit, und dass alle seine Bussen für die Erreichung seines Endes nutzlos waren, Mahâvîra war überzeugt von der Notwendigkeit seiner
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