Seite XXXIX Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung Âkârâṅga Sûtra und Kalpa Sûtra
Mönche ein wanderndes Leben führten; aber als die Mönche sich in Upâsrayas niederliessen und ausschließlich sich selbst gehörten, mögen sie dort ihre MSS. behalten haben, wie sie es nun heutzutage tun.
Devarddhi’s Position im Verhältnis zu der heiligen Literatur der Gainas scheint für uns deshalb in einem anderen Licht, als es allgemein geglaubt worden ist gewesen zu sein. Er ordnete wahrscheinlich die bereits bestehenden MSS. in einen Kanon, entnahm vom Mund der gelernten Theologen, nur solche Werke, welche in MSS. nicht vorhanden waren. Von diesem Kanon wurden viele Exemplare genommen, um jedes Seminar mit Büchern zu beliefern, was notwendig geworden war, durch die neu eingeführte Änderung in der Methode der religiösen Unterweisung. Devarddhi’s Auflage des Siddhânta ist daher nur eine Herausgabe der heiligen Bücher, die bereits vor seiner Zeit in fast der gleichen Form bestanden. Jede einzelne Passage in einem heiligen Text kann vielleicht durch den Editor eingeführt worden sein, aber der Großteil der Siddhânta ist sicherlich nicht seine Fertigung. Der Text der heiligen Bücher, vor der letzten Herausgabe der Siddhânta, bestand nicht in einer solch vagen Form wie es geeignet gewesen wäre, wenn sie nur durch die Erinnerung der Mönche erhalten wäre, aber sie war überprüft von MSS.
Auf dieser Prämisse fahren wir jetzt fort, um den Zeitpunkt der Abfassung der heiligen Bücher der Gainas zu erkunden. Ihre eigene dogmatische Theorie, dass alle heiligen Bücher vom ersten Tîrthakara enthüllt wurden, wird nur festgestellt, kurz fallengelassen zu werden. Wir müssen versuchen bessere Gründe für die Festsetzung des Alters zu entdecken, wann die Hauptwerke der Siddhânta entstanden.
Da sich einzelne Passagen in den Text zu jeder Zeit eingeschlichen haben können, können wir keine gültigen Rückschlüsse daraus ziehen, auch wenn sie dadurch sanktioniert worden sind, weil sie Devarddhi für seinen revisionierten Text zugelassen hat. Ich gebe daher nicht viel Gewicht auf die Listen der barbarischen oder un-arischen Stämme[1], noch zu dem Hinweis auf alle sieben Spaltungen, wovon die letzte sich 584 n.Chr.[2] ereignete. Nichts ist gewöhnlicher, als dass eine solche Einzelheite als