Seite XXXV                                                                                                        Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung                                                              Âkârâga Sûtra und Kalpa Sûtra

gleiche Anzahl von Propheten getroffen, die geglaubt werden erschienen zu sein seit der Gründung der heutigen Ordnung der Dinge, die ersteren verehren vierundzwanzig Tîrthakaras, die letzteren fünfundzwanzig Buddhas. Ich verneine nicht, dass bei der Entwicklung dieser Theorie eine Sekte von der anderen beeinflusst wurde; aber ich glaube fest daran, dass es nicht ausgemacht werden kann, welche der beiden Sekten als erste diese Theorie erfanden, oder von der Brâhmanen liehen. Denn wenn die fünfundzwanzig Buddhas durch die Buddhisten der ersten Jahrhunderte nach dem Nirvâna verehrt wurden, der Glaube an die vierundzwanzig Tîrthakaras ist ebenso alt, wie es den Digambaras und Svetâmbaras verbreitet ist, die sich wahrscheinlich im zweiten Jahrhundert nach dem Nirvâna trennten. Doch die Entscheidung der Frage, ob entweder die Buddhisten oder die Gainas ursprünglich die Theorie der Abfolge von Propheten erfanden, ist von geringer Bedeutung; es kann nicht das Ergebnis beeinflussen, was uns zur vorherigen Diskussion geführt hat, nämlich (1), dass Gainismus einen unabhängigen Ursprumg vom Buddhismus hatte, dass er seine eigene Entwicklung hatte, und weitgehend nicht aus der rivalisierenden Sekte auslieh; (a), dass beide Gainismus und Buddhismus den Brâhmanen, vor allem den Samnyâsins, die Grundlagen ihrer Philosophie, Ethik und Kosmogonie verdankten.

Our discussion has as yet been conducted on the supposition that the tradition of the G ainas as contained in their sacred books may on the whole be credited. Unsere Diskussion ist bis jetzt von der Voraussetzung hergeleitet, dass die Überlieferung der Gainas, wie sie in ihren heiligen Büchern enthalten sind können insgesamt geglaubt werden. Aber der wesentliche Wert dieser Überlieferung ist in Frage gestellt worden von einem Wissenschaftler von klugen Ansichten und vorsichtiger Beurteilung. Herr Barth, in der Revue de l'Histoire des Religions, Vol. III, S. 90, räumt ein, dass eine historische Persönlichkeit unter Nâtaputta verborgen ist, aber er bezweifelt, dass gültige Schlüsse aus den heiligen Büchern der Gainas gezogen werden können, die erklärtermaßen, auf Schreiben im fünften Jahrhundert n. Chr., oder fast tausend Jahre nach der Gründung der Sekte verkleinert worden sind. Denn in seiner Stellungnahme, "die selbst –gewissenhafte und fortwährende Existenz der Sekte seit der fernen Epoche, d.h. der direkten Überlieferung der besonderen Lehren und Aufzeichnungen, ist noch nicht nachgewiesen worden. Während vielen Jahrhunderten", sagt er, "waren die Gainas nicht von den zahlreichen Gruppen von Asketen abgesondert worden, die sich nicht auf mehr rühmen konnten als eine obskure schwebende

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