VERS 5 ZURÜCK INHALT VOR CHARAKTERISTIKEN VON JÎVA THEMA 2 Dravya-Saṃgraha
5. Jñâna ist von acht Arten, nämlich, Jñâna und Ajñânâ von Mati, Śruta und Avadhi, Manaḥ-paryaya und Kevala. (Es ist) auch in Pratyakṣa und Parokṣa geiteilt (aus einem anderen Gesichtspunkt).
KOMMENTAR
In den vorhergehenden Versen, ist die erste Stufe von Erkenntnis, nämlich Darśana (ununterschiedenes Wissen) beschrieben worden. In diesem Vers wird die nächste Stufe, Jñâna (detailliertes Wissen), mit seinen Verschiedenartigkeiten beschrieben.
Die acht Arten von Jñana sind
(1) Mati Jñâna
(2) Śruta Jñâna
(3) Avadhi Jñâna
(4) Manaḥ-paryaya Jñâna
(5) Kevala Jñâna
(6) Kumati oder Ajñâna von Mati
(7) Ku-śruta oder Ajñâna von Śruta und
(8) Vibhangâvadhi oder Ajñâna von Avadhi.
Kundakundâchârya hat alle von ihnen im folgenden Vers kurz zusammengefasst: -
Âbhiṇibodhika oder Mati, Śruta, Avadhi, Manaḥ-paryaya und Kevala diese sind die fünf Verschiedenartigkeiten von Jñâna. Kumati, Ku-śruta und Vibhanga diese drei sind auch mit Jñâna verbunden.
Die drei zuletzt aufgeführten sind nichts als falsches Wissen der ersten drei. Es wird deshalb genügend sein, nur die ersten fünf Arten von Jñâna zu erklären. Umâsvâmi hat sie auch in Sûtra 9 Kapitel 1 von Tattvârthâdhigama Sûtra erwähnt. Es sollte erinnert werden, dass in Jaina Philosophie diese Verschiedenartigkeiten von Jñâna die zwei Sorten von Pramâṇas bilden.
Mati Jñâna ist durch die Sinne abgeleitetes Wissen, einschliesslich des Wissens, welches aus der Tätigkeit der Gedanken aufkommt. Śruta Jñâna ist durch Symbole oder Zeichen (z.B. Worte, die Symbole von Ideen, Gesten, usw. sind) abgeleitetes Wissen. Avadhi Jñâna ist das psychische Wissen, welches von der Seele ohne das Medium der Tätigkeit des Geistes oder der Sinne erworben wird. Wissen in der hypnotischen Stufe kann zitiert werden als ein Beispiel von Avadhi Jñâna. Manaḥ-paryaya Jñâna ist das Wissen der Ideen und Gedanken von anderen. Gedankenlesen ist ein Beispiel dieser Art von Kenntnis. Kevala Jñâna ist Allwissenheit oder unbegrenztes Wissen wie zu Raum, Zeit oder Objekt.
In unserem Alltagsleben haben wir Mati Jñâna und Śruta Jñâna, aber es gibt Beispiele, obohl selten, von Personen, die unter einer hypnostischen Trance Wissen von gewissen Dingen haben (Avadhi Jñâna) und von Personen, die die Gedanken von anderen lesen können (Manaḥ-paryaya Jñâna). Obwohl die genaue Wesensart der letzten zwei Arten von Wissen noch immer nicht begriffen worden ist, gibt es keinen Zweifel von der Möglichkeit ihrer Existenz.[1] Die Erwähnung deshalb dieser Arten von Wissen durch altertümliche Jaina Schreiber beweist, dass es zu dieser Zeit Beweise gab, welche sie leiteten an diese zwei Formen des Wissens zu glauben. Die von Yogîs erreichbaren okkulten Mächte, welche in Yoga Philosophie der Hindus erwähnt werden, unterstützen die Ansicht, dass im altertümlichen Indien okkulte Wissenschaften keineswegs unbekannt waren. Das zuletzt erwähnte Wissen, Kevala-Jñâna oder Allwissenheit, welches dem Wissen der Sarvajñas oder Trikâladarśis genannten Weisen in den Purâṇas der Hindus entspricht, wird, gemäss der Jaina Überlieferung, nur besessen durch jene die den höchsten Punkt der Erhebung erreicht haben. Die Tîrthaṅkaras und Gaṇadharas werden gesagt, solch eine Art von Kenntnis zu besitzen.
Obwohl es nicht möglich ist, die wirkliche Wesensart von Avadhi Jñâna, Manaḥ-paryaya Jñâna und Kevala Jñâna zu verstehen[2], können wir in vollem Umfang die verbleibenden zwei Arten von Wissen, nämlich Śruta Jñâna und Mati Jñâna beschreiben. Śruta Jñâna ist aus durch eine Person gesprochene Worte, aus bücher zu lesen, aus Gesten zu sehen oder Gesichtsausdrücke und aus allen anderen Arten von Symbolen oder Zeichen. Mati Jñâna erfordert viel detailliertere Betrachtung; denn es gibt uns eine Idee von diesem Teil der Jaina Psychologie die von Wahrnehmung und Gedächtnis handelt.
In Jaina Psychologie werden normalerweise vier Stufen in Mati Jñâna erkannt. Diese werden
(1) Avagraha[3]
(2) Îha
(3) Avâya und
(4) Dhâraṇâ
genannt.
In Werken über Jaina Nyâya Philosophie finden wir dass Pramâṇa von zwei Arten ist - Pratyakṣa (unabhängig) und Parokṣa (abhängig). Pratyakṣa ist klares Wissen oder Kenntnis, dass dieses Objekt von solchem oder jenem Kennzeichen ist, ohne von irgendeiner anderen Art von Wissen abhängig zu sein. Diese Kenntnis, welche nicht klar durch sich selbst ist, z.B., das, welches auf irgendeiner anderen Art von Wissen abhängt, ist Parokṣa.[4] Pratyakṣa oder unabhängiges Wissen ist von zwei Arten, Sâṅvyavahârika und Pâramârthika. Sâṅvyavahârika wieder ist von zwei Arten, nämlich, Indriya-nivandhana (bewirkt durch die Sinne) und Anindriya-nivandhana (nicht bewirkt durch die Sinne).[5] Die in der Jaina Philosophie erkannten Sinne sind das Auge, das Ohr, die Nase, die Zunge und die Haut. Gedanke (Manas) wird No-indriya oder Anindriya[6] (Nicht Indriya) genannt. Diese Sâṅvyavahârika Verschiedenartigkeit von Pratyakṣa ist, was wir in unserem Alltagsleben haben. Die Abläufe von Wahrnehmung und Gedächtnich sind nur von dieser Verschiedenartigkeit von Pratyakṣa abhängig. Wir werden uns deshalb mit Sâṅvyavahârika Pratyakṣa befassen, Pâramârthika Pratyakṣa auf der Seite lassend, welches die vorhergehend erwähnten wenig verstandenen okkulten Wissen Avadhi, Manaḥ-paryaya und Kevala einschliesst.[7]
Saṅvyabahâra ist die Handlung um ein Begehren zu Erkennen zu befriedigen. [Pramâṇa Mimâṃsâ Vritti]. Dies ist das Wesentliche von Sâṅvyavahârika Pratyakṣa, welches gemäss Jaina Philosophen von vier Arten ist, nämlich Avagraha, Îhâ, Avâya, und Dhâraṇâ.[8] Diese vier sind identisch mit den von uns schon erwähnten vier Stufen von Mati Jñâna, und wir werden nun fortfahren, jede von diesen vier Verschiedenartigkeiten zu erklären.
Die erste Stufe, Avagraha, besteht im allgemeinen Wissen eines Objekts, wenn es mit einem Sinnesorgan in Kontakt gebracht wird. Zuallererst gibt es einen Reiz in den Sinnesorganen durch den Stimulus (nämlich, das vorhandene Objekt in der Aussenwelt). Dann gibt es einen Reiz im Bewusstsein. Demzufolte ist eine Person in der ersten Stufe gerade nur bewusst von der Existenz eines Objekts.[9]
Die zweite Stufe, Îhâ, besteht im Begehren die Besonderheiten des Objekts zu wissen[10], z.B., ein Begehren zu wissen ob es dies oder das ist. Somit werden Ähnlichkeiten und Unterschiede dieses Objekts mit anderen Objekten das Thema des Bewusstseins in dieser Stufe.
In der ersten Stufe (Avagraha), haben wir zum Beispiel einfach die Kenntnis eines Mannes, aber in der zweiten Stufe (Îhâ), begehren wir die Besonderheiten dieses Mannes zu kennen, z.B., ob er ein Einwohner von Karṇâta oder Lâta Land ist, usw.[11]
In der dritten Stufe, Avâya, gibt es ein definitives Finden der Besonderheiten, welche wir in der zweiten Stufe zu wissen begehren. Die zweite Stufe ist lediglich ein Versuch die Besonderheiten zu wissen, während die drite Stufe besteht in der Feststellung dieser Besonderheiten.[12]
Die vierte Stufe, Dhâraṇâ, besteht im bleibenden Eindruck, welcher sich ergibt, nachdem das Objekt mit seinen Besonderheiten definitiv festgestellt ist.[13] Es ist dieser Eindruck, welcher uns ermöglicht, um das Objekt danach zu erinnern. Gedächtnis deshalb ist das Ergebnis dieser vier aufeinanderfolgenden Stufen von Mati Jñâna.
Nun werden wir uns zu diesem Teil von Vers 5 des Dravya-Saṃgraha wenden, welcher, nach aufzeichnung der acht Verschiedenartigkeiten von Jñâna sagt, dass es auch in zwei Klassen aus einem anderen Gesichtspunkt geteilt werden kann. Diese zwei Klassen sind der Reihe nach bekannt als pratyakṣa und parokṣa.
Wir haben schon einen detaillierten Bericht über pratyakṣa gegeben und es verbleibt jetzt um kurz Parokṣa Wissen zu erzählen.
Parokṣa Wissen wird gesagt von fünf Arten zu sein:
(1) Smaraṇa
(2) Pratyabhijñâna
(3) Tarka
(4) Anumâna und
(5) Âgama.
Smaraṇa ist einfach die Erinnerung eines Objekts. Pratyabhijñâna ist die Erkenntnis eines Objekts durch Ähnlichkeiten und Unterschiede zu bemerken. Der Unterschied zwischen Smaraṇa und Pratyabhijñâna kann aus den folgenden Beispielen verstanden werden. Wir sehen einen gewissen Mann. Wir erinnern dann, dass wir ihn vorher gesehen hatten. Dies ist Smaraṇa. Wir gehen zu einem Wald und sehen ein eigenartiges Geschöpf und wir identifizieren es. Dies ist Pratyabhijñâna. Dies entspricht an Upamâna Pramâṇa, erkannt in den Hindu Philosophien. Tarka oder Ûha besteht aus der Kenntnis einer universalen Gleichzeitigkeit von irgend zwei Dingen (z.B., wo immer es Rauch gibt, da ist Feuer.) dies ist das gleiche wie Vyâpti Jñâna, erwähnt in der Nyâya Philosophie der Hindus. Anumâna ist Schlussfolgerung und ist entweder Svârtha (für jemandes eigenen Selbst) oder Parârtha (für andere). Es gibt eine detaillierte Behandlung über Anumâna in jaina Nyâya Philosophie, ähnlich zu dem gefunden in der Nyâya Philosophie der Hindus. Âgama ist durch die Worte von einem der vertrauenswürdig ist abgeleitet. Dies wird auch in verschidenen Systemen der Hinduphilosophie erkannt, solche wie Vedânta, Nyâya, Sâṅkhya, Mîmâṃsâ, usw.[14]
Wir beenden diese kurze Übersicht über verschiedene Arten von Wissen durch zu sagen dass, wie wir in unseren Anmerkungen zu Vers 4 Dravya-Saṃgraha erwähnt haben, dass es gewisse Karmas genann Darśanâvaraṇîya Karmas gibt, welche die verschiedenen Sorten von Darśana verschleiern, so gibt es auch Karmas, welche die verschiedenen arten von Jñâna verschleiern. Diese sind bekannt als Jñânavaranîa Karmas. Umâsvâmi in seiner Tattvârthâdhigama Sûtra hat erwähnt, dass Jñânavaranîa Karmas von fünf Arten sind, welche Mati, Śruta, Avadhi, Manaḥparyaya und bzw. Kevala Wissen verschleiern.
Jetzt wird ein Zweifel begonnen durch den Kommentator des Dravya-Saṃgraha. Er sagt, dass in Tark-Śâstra (Nyâya Philosophie) der Jainas finden wir Mati Jñâna mit seinen vier Verschiedenartigkeiten, Avagraha, Îhâ, Avâya und Dhâraṇâ unter Sâṅvyavahârika Pratyakṣa einbezogen wird. Aber Umâsvâmi in seiner Tattvârtha Sûtra sagt klar, dass Mati und Śruta Jñânas nicht Pratyakṣas, sondern Parokṣas sind. Wir haben die folgenden Aphorismen in Tattvârtha Sûtra: -
Das Erkennen ist (fünffach) mati: Vorstellung, ṡruta Zeugnis, avadhi transzendente Erkenntnis materieller Dinge, manaḥparyâya transzendente Erkenntnis der manas (oder des Denkens anderer), kevala Allwissenheit.(I.9) Die beiden ersten (mati und ṡruta) sind mittelbar (parokṣa).(I.11) Die übrigen sind unmittelbar (pratyakṣa).(I.12)
Nun ist dies offensichtlich in Widerspruch mit den Arbeiten über Jaina Nyâya Philosophie von welcher wir schon in uneren Bemerkungen zitiert haben. Wie kann dieser Widerspruch wegerklärt werden?
Der Kommentator sagt, dass Umâsvâmis Aphorismus als allgemeine Verordnung betrachtet zu werden ist, während das Sagen der Schreiber über jaina Nyâya Philosophie als eine spezielle Regel oder Ausnahme genommen werden sollte.
In speziellen oder Ausnahmefällen sollte der allgemeinen Regel nicht gefolgt werden. Im gegenwärtigen Beispiel auch, obwohl die in Tattvârtha Sûtra aufgezeichnete allgemeine Regel sagt, dass mati und Śruta Jñâna Parokṣa Wissen sind, gibt es besondere Ausnahmefälle,[15] wenn diese Pratyakṣa genannt werden sollten. Der Kommentator sagt ferner, dass wir alle wissen, dass das Wissen über unser eigenes Glück und Elend Pratyakṣa ist, aber wenn wir sagen, dass, gemäss Tattvârtha Sûtra, Mati und Śruta Jñânas immer Parokṣa sind, welches absurd ist.
Die folgende Tabelle von Jñâna kann deshalb wiederangeordnet werden aus verschiedenen Gesichtspunkten, in der Art in Tabelle I und II in der begleitenden graphischen Darstellung Nr. I gezeigt.
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Jñâna |
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Mati |
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Śruta |
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Avadhi |
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Manaḥ-paryaya |
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Kevala. |
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Jñâna |
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Ajñâna |
Jñâna |
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Ajñâna |
Jñâna |
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Ajñâna |
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(Kumati) |
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(Kuśruta |
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(Vibhangâvadhi) |
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nächste
SEITE Vers 6
[1] Hier spricht der Kommentator nur von keinem Zweifel der Möglichkeit, also doch nur eventuell, und von noch immer nicht begriffen. Das Begreifen wird jedoch erst mit der Erfahrung kommen, die Erfahrung erhält man jedoch nur, nachdem alle acht Wissen verschleiernden Karmas vernichtet worden sind. Dies ist die Gerechtigkeit, dass erst derjenige, der nur nach dem Herzen geht und sich für das Gute entscheidet, auch wenn es ihn aller Voraussicht nach das eigene Leben kosten wird, er erst nach dieser göttlichen Prüfung sein Wissen erhält, durch die eigene Erfahrung, dass es diese höchste Wissensstufe gibt und alles andere hier auf der Welt durch Mati Jñâna und Śruti Jñâna erworbene Wissen nur Teilwissen der Wirklichkeit sind. Siehe hierzu meine Kurzfassung in Brief an die Wahrheitssuchenden (noch nicht veröffentlicht). AΩ
[2] Entgegen dem Autor, der sich nach seiner Ausdrucksweise hier auf der Ebene vom Gesichtpunkt gemäss Vyavahâra Naya befindet, ist die Wirklichkeit, dass Avadhi Jñâna, Manaḥparyaya Jñâna und Kevala Jñâna zu verstehen sind, jedoch nur für denjenigen, der die entsprechenden Karmas die die jeweilige Wissensstufe verschleiern, vernichtet hat. Oder anders ausgedrückt, muss er mindestens die 11. Stufe der Guṇasthana Leiter erklommen haben und zeitweise die 12. Stufe erreicht haben (11) upasantamoha (wörtlich, die Stufe wo Leidenschaften, moha, unterdrückt werden): Diese Stufe wird nur erreicht, wenn man die Leiter der Verdrängung ersteigt, ein Fall davon ist unvermeidlich. (12) ksinamoha (wörtlich, die Stufe, in der alle Leidenschaften vernichtet werden): Diese Stufe ist nur möglich für diejenigen, die die Leiter der Zerstörung erklommen haben und damit die ganz Beseitigung aller Formen der Leidenschaft gelungen. Dies ist eine unumkehrbare Stufe). Dies ist für jeden möglich, es sieht schwierig aus, da man hier auch die Angst vor dem Tod überwunden haben muss, die an eine Entscheidung geknüpft war, das richtige zu tun, obwohl der eigene Tod dabei als absehbar erscheint. Nachdem man sich jedoch richtig entschieden hat (und nicht einen anderen Menschen getötet hat, nur um sein eigenes Leben zu retten), wird erst klar, dass dies die weniger schwierige Entscheidung war, da man beim Gegenteil, diese Guṇasthanastufe nicht erreicht hätte und einem das Wissen von Manaḥ -paryaya Jñâna und Kevala Jñâna verschleiert geblieben wäre. AΩ
[3] Tattvârthâdhigama Sûrtra I. 17-18
[4] Pramâṇa Mîmâṃsâ I.I.9-10, I.I.13-14, I.2.1; Parîkṣâmukha Sûtra II.1-4, III.1; Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.1-3, III.1
[5] Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.4-5; Parîkṣâmukha Sûtra II.5
[6] Pramâṇa Mîmâṃsâ I.1.22; Pramâṇa Mîmâṃsâ Vritti.
[7] Pâramârthika Pratyakṣa wird in Klassen geteilt, Sakala (Vollkommen) und Vikala (Unvollkommen). Kevala Jñâna kommt unter Sakala und Avadhi und Manaḥ-Paryaya kommt unter Vikala Pratyakṣa. [Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṅkâra. II.19,20 und 23]. Hemachandra erwähnt Kevala, Avadhi und Manaḥ-paryaya auch unter Pratyakṣa [Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.15 und 18].
[8] Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.6; Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.21; Für einen detaillierten Bericht dieses Teils der Jaina Philosophie, kann der Leser auf meine Übersetzung des Pramâṇa Mimâṃsa Bezug nehmen, veröffentlicht in der Jaina Gazette, 1915
[9] Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.7.; Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.27
[10] ; Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.8.; Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.28
[11] Ratnâkarâvatârika. II,8
[12] Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.9.; Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.80
[13] Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra II.9.; Pramâṇa Mimâṃsâ I.1.29
[14] Parîkṣâmukha Sûrtr III.2, 3, 5, 11, 14, 99; Pramâṇa-Naya-tattvâlokâlaṇkâra III.2, 3, 5, 7, IV.1; Pramâṇa Mimâṃsâ I.2.2-5, 7
[15] Der Kommentator zeichnet in der folgenden Passage gewisse Fälle auf, wo Śruta Jñâna ganz Parokṣa ist, wo es teilweise Parokṣa ist und wo es überhaupt nicht Parokṣa aber Pratyakṣa ist. (Die Aufzeichnung ist nur in Indischen Schriftzeichen)