VERS 9 ZURÜCK INHALT VOR CHARAKTERISTIKEN VON JÎVA THEMA 2 Dravya-Saṃgraha
9. Gemäss Vyavahâra Naya geniesst Jîva Glück und Elend, die Früchte des Pudgala Karmas. Gemäss Niśchaya Naya, hat Jîva nur bewusste Bhâvas.
KOMMENTAR
Es ist schon aufgezeichnet worden, dass Âtm (oder Seele) gänzlich unterschiedlich in seinen Charakteristiken von Pudgala (oder Materie) ist. Das Wesentliche von Jîva oder Âtma ist Bewusstsein, welches völlig fernbleibt von Pudgala oder Materie. Infolgedessen, wie es in den vorigen Versen aufgezeichnet worden ist, dass eine spirituelle Substanz (Jîva) nicht die Ursache von Pudgala-Karmas (d.h. materielle Karmas) sein kann, so wird in diesem Vers gezeigt, dass Jîvas aus ihrer wirklichen Wesensart durch die Früchte von Pudgala-Karmas unbeeinflusst sind. Wirklich zu sprechen, nur Jîvas geniessen ewige Wonne, welche ihre wesentliche Charakteristiken sind. Deshalb sollte, gemäss Niśchaya Naya, ein Jjîva nur als ein Geniesser der aus seiner Charakteristik von Bewusstsein resultierenden Wonne betrachtet werden. Aber durch die Erzeugung von Anhaftung, Abneigung, usw., erlangen Jîvas solch einen Zustand, dass sie bereit werden für die Anreicherung von Materie. Es ist nur in solchen Zuständen von Jîvas, dass es in ihnen einen Zufluss von Materie gibt. Wenn es einen solchen Zufluss von Materie gibt, haben die Jîvas Trauer und Entzückung, Glück und Elend zu geniessen, da diese die Früchte der Pudgala-Karmas sind.
Demzufolge, wirklich, ist ein Jîva, durch sein charakteristisches Bewusstsein, unfähig um durch Glück oder Elend – den Früchten materieller Karmas – beeinflusst zu werden. Es ist nur, wenn sich Materie selbst mit einem Jîva anhäuft, dass wir die Früchte des materiallen Karmas in diesem Jîva sehen und sagen, das dieses Jîva Glück oder Elend, die Früchte des materiellen karmas am geniessen ist. Aber es sollte erinnert werden, dass dieses Geniessen der Früchte des Karma durch ain Jîva nur offenbar ist, aber nicht wirklich. Wirklich zu sprechen, Jîvas geniessen nur Wonne, welches das Ergebnis ihres charakterischtischen Bewusstseins ist.
Der Kommentator sagt, dass dieser Vers die Lehre der Budhistischen Philosphie widerlegt, dass ein Mittler nie die Früchte des Karma geniesst.[1]
nächste SEITE Vers 10