VERS 10 ZURÜCK INHALT VOR CHARAKTERISTIKEN VON JÎVA THEMA 2 Dravya-Saṃgraha
10. Gemäss Vyavahâra Naya wird die bewusste Jîva, ohne Samudghâta zu sein, gleich in Ausmass zu einem kleinen oder einem grossen Körper, durch Zusammenziehen oder Ausdehnung; aber, gemäss Niśchaya naya, ist [sie] in unzählbaren Pradeśas existent.
KOMMENTAR
Dieses Quantum von Âkâśa, welches durch ein unteilbares Atom verdunkelt wir, ist als ein Pradeśa bekannt.[1] Dieses Quantum von Âkâśa in welchem Jîva, Pudgala, Dharma, Adharma und Kâla besteht, ist bekannt als Lokâkâśa, und das Âkâśa darüber wird Alokâkâśa genannt.[2] Wirklich zu sprechen, Jîvas füllen unzählige Pradeśas in Lokâkâśa auf. Aber aus dem gewöhnlichen Gesichtspunkt sprechen wir, dass ein Jîva gleich im Ausmass zu einem kleinen oder grossen Körper durch Zusammenziehen und Ausdehnung wird, wenn sie ohne Samudghâta ist.
Samudghâta ist so definiert worden: „Samudghâta ist der Austritt von Jîva aus dem Körper zu einer anderen Form, ohne den ursprünglichen Körper völlig zu verlassen.“ Sieben Arten von Samudghâta werden in der Jain Philosophie erkannt, nämlich Vedanâ, Kaṣâya, Vikriyâ, Maranântika, Teja, Âbâra und Kevali. Wenn die Âtmâ aus ihren hemmenden Körper Teilchen durch übermässigen Schmerz hinausgeht, ohne den ursprünglichen Körper zurückzulassen, haben wir eine Darstellung von Vedanâ-samudghâta. Wenn beim Aufkommen von übermässigem Zorn, usw., die Âtma aus ihren materiellen Grenzen hinausgeht, ohne den Körper zu verlassen um andere zu verletzen, haben wir Kaṣâya-samudghâta. Die Ausdehnung der Âtma von ihren Pradeśas, ohne den Körper zu verlassen, schuldend an irgendeine Störung wegen Lust, usw., wird Vikriyâ-samudghâta genannt. Der Austritt der Âtmâ ohne den ursprünglichen Körper zu hinterlassen, so dass Pradeśa wo es ihre Residenz befestigt hat zu der Zeit des Todes eines Wesens, ist Mâranântika- samudghâta. Teja-samudghâta sind von zwei Arten – Śubha und Aśubha. Es wird gesagt, dass wenn ein grosser Weise irgendeine Ursache von Schädigung seiner Gedanken wahrnimmt, er zornig wird, und zu dieser Zeit eine rote Gestalt, zwölf yojanas in Länge und neun yojanas breit, zugespitzt an der Spitze und breit am unteren Ende, tritt weiter aus von der linken Schulter des Weisen und, nach die Ursache des Bösen zu zerstören, verbraucht sich mit dem Weisen. Dies ist Aśubha-samudghâta. Es gibt eine Jaina Geschichte, dass solch eine Gestalt ausgetreten aus dem Körper des Weisen Dvîpâyana, und Dvârikâ zerstörend, sich selbst zerstörte mit dem Weisen.[3] Der Austritt einer weissen Gestalt, eine ähnliche Ausdehnung wie zu dieser in Aśubha-samudghâta erwähnten habend, aus der rechten Schulter eines Weisen, der so voll von Bemitleidung zu irgendeinem Elend der Menschen wird, wie eine Hungersnot oder eine Epidemie, ist bekannt als Śubha-samudghâta. Dies, nach zerstörung des Elends, tritt in seinen eigenen Platz ein. Der Austritt einer weissen Gestalt, einen ‚cubit‘ in Länge, aus dem Kopf eines Weisen, um einen Zweifel durch irgendeinen Kevali (besessen von unendlichem Wissen) zu sehen zu lösen, ist bekannt als Âhâra-samudghâta. In einer gewissen Stufe, durch das Aufkommen aller Arten von Karmas, eines Kevali’s Gestalt dehnt sich aus und füllt die ganze Lokâkâśa auf, ohne den ursprünglichen Körper zu hinterlassen. Dies wird Kevali-samudghâta.
Eine Beschreibung von diesen Formen schildert klar den Glauben an verschiedenartige feinstoffliche formen bei den Jainas. In allen Fällen, wenn ein Jîva nicht diese Formen annimmt, füllt es entweder einen grossen oder einen kleinen Körper aus. Diese Theorie der Jainas wird ernsthaft in der Vedanta Philosophie der Hindus kritisiert. Sankarâchârya in seinem Kommentar über Vedanta-sûtra, Adhyâya II, Pâda II, Sûtra 34, hat gesagt, dass wenn es eingeräumt wird, dass ein Jîva gleich ist in Ausdehnung zu seinem Körper, es unmöglich ist, das das gleiche Jîva in die Körper einer Fliege und eines Elephanten eintreten. Dies ist nicht der ort den Punkt im Detail zu diskutieren. Wir sollen einvach die durch die Jainas gehaltene Ansicht erwähnen mit Hinweis auf diesen Punkt. Die Jainas sagen, dass wie eine Lampe, platziert jeweils in einem schmalen Topf und einem Raum, erleuchtet den ganzen Raum zwischen jedem von diesen, so zieht sich ein Jîva zusammen und dehnt sich, gemäss den Dimensionen der verschiedenen Körper. Ein besseres Beispiel kann gegeben werden durch den Fall von Gas wie Sauerstoff zu erwähnen, welcher das Ganze des Raumes innerhalb verschiedener Gefässe auffüllt, kleine oder grosse Dimensionen habend. Aber diese Ausdehnung und Zusammenziehung von Jîvas gemäss verschiedener Körper, werden nur vom Vyavahâra Gesichtspunkt erkannt. Gemäss Niśchaya naya, können Jîvas unzählige pradeśas in Lokâkâsa auffüllen.
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[1] S. Vers 27, Dravya- saṃgraha
[2] Für eine detaillierte Beschreibung von Lokâkâśa und Alokâkâśa, s. Vers 20, Dravya- saṃgraha
[3] Brahmadeva hat somit auf es in seinem Kommentar bezogen: „(ind. Schrift)“ Wir finden eine Erwähnung dieser Geschichte in der folgenden Textstelle, zitiert aus dem Kommentar durch Śrutasâgara Sûri über Yaśastilaka Champu von Samadeva Sûri: „(hier folgt im Original wieder alles in indischen Schriftzeichen)“