VERS 11 ZURÜCK INHALT VOR CHARAKTERISTIKEN VON JÎVA THEMA 2 Dravya-Saṃgraha
11. Die Erde, Wasser, Feuer, Luft und Pflanzen sind verschiedene Arten von Sthâvara, besessen von einem Sinn. Die Trasa Jîvas, Muscheln, usw. sind besessen von zwei, drei, vier und fünf Sinnen.
KOMMENTAR
Jîvas werden unter zwei grundsätzlichen Kapiteln klassifiziert - Saṃsâri (eine weltliche Existenz führend) und Mukta (befreit). In Versen 11-13 des Dravya-saṃgraha werden die Saṃsâri Jîvas mit ihren Unterteilungen beschrieben und die Charakteristiken von Mukta Jîvas werden in Vers 14 erwähnt.
In diesem Vers werden zwei Verschiedenartigkeiten von Saṃsâri Jîvas aufgezählt - Saṃsâri, nämlich, Sthâvara (Unbeweglich) und Trasa (beweglich; fähig von spontaner Bewegung). Erde, Wasser Feuer Luft und Pflanzliches sind Sthâvara Jîvas und besitzen nur einen Sinn, nämlich den Berührungssinn. Jene Jîvas welche mehr als einen Sinn besitzen, werden Trasa Jîvas genannt. Diese können zwei, drei, vier oder fünf Sinne besitzen.[1] Würmer, Austern, Muscheln, usw., sind Trasa Jîvas, zwei Sinne besitzend, Geschmack und Berührung. Ameisen, Wanzen, Läuse, usw., sind Trasa Jîvas drei Sinne habend, Berührung, Geschmack und Geruch. Mosquitos, Fliegen, Bienen, usw. sind Trasa Jîvas von vier Sinnen, Berührung, Geschmack, Geruch und Sicht. Menschen, Vögel, Tiere, Götter, Höllenbewohner, usw., sind Trasa Jîvas, alle fünf Sinne besitzend, nämlich, Berührung, Geschmack, Geruch, Sicht und Gehör.[2]
Es sollte erinnert werden, dass, obwohl wirkliche Jîvas zwei Charakteristiken haben, nämlich Jñâna und Darśana, ist es den verschiedenen Karmas zu verschulden, dass sie Körper von verschiedenartigen Arten annehmen, besessen von einem, zwei, drei, vier oder fünf Sinnen. Dieser Jîva, welcher für seinen Körper Zuflucht zur Erde nimmt, wird Prithivî-Kâya (d.h. Erde als ihren Körper zu haben) genannt. Steine, usw., sind Beispiele von dieser Klasse der Jîvas. So gibt es auch Jîvas, die Zufllucht zu Wasser, Luft oder Feuer nehmen, um Körper zu haben.
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