VERS 12                                                                                                 ZURÜCK  INHALT  VOR                                                     CHARAKTERISTIKEN VON JĪVA THEMA 2 Dravya-Sagraha

 

12.    Fünf Sinne besitzende [Jīvas] sind bekannt [geteilt zu werden in] jene Geist zu haben und jene ohne Geist. Der ganze Rest ist ohne Geist. Einen Sinn habende [Jīvas, werden in zwei Klassen geteilt] Bādara und Sūkma. Alle [von diesen haben wieder jede zwei Verschiedenartigkeiten] Paryāpta und seine Gegenteil.

 

KOMMENTAR

 

In diesem Vers werden die vierzehn Verschiedenartigkeiten von Jīva, gemeinhin bekannt als Jīva-samāsa in Jain Philosophie, kurz beschreiben. In Gommatasāra (Jīva-kānda) einer andern Arbeit des Autors von Dravya-sagraha ist jedes dieser Verschiedenartigkeiten im Einzelnen beschrieben worden. Die Verse in Gommatasāra, welcher parallel zu diesem Vers ist, ist wie folgt: - „Jīvas von einem Sinn geteilt in zwei Klassen, Bādara und Sūkma, Jīvas von zwei, drei und vier Sinnen, Jīvas habend und Sańjā nicht habend, Paryāpta und Aparyāpta, somit sind sie (die Jīvas) von vierzehn Arten.“

Die begleitende Tabelle (Darstellung Nr. II) schildert diese vierzehn Verschiedenartigkeiten von Jīvas. Es wird erinnert werden, dass in Vers 11 es erzählt wurde, dass Jīvas zuallererst in zwei Verschiedenartigkeiten Sasāri und Mukte geteilt werden. Die Sasāri Jīvas sind in Trasa und Sthāvara unterteilt. Die Sthāvara Jīvas besessen von einem Sinn, werden wieder in Bādara (grob) und Sukma (feinstofflich) geteilt. Eine Bādara form ist die, welche durch Materie gebunden wird. Eine Sukma Form ist nicht so gefesselt. Das ist zu sagen, ein  ist eine feinstoffliche Form, ungefesselt durch materielle Dinge, Erde, usw., Während Bādara genau sein Gegenteil ist. In Jaina Philosophie wird es gesagt, dass das ganze Universum der Platz der Existenz von Sukma Jīvas, einen Sinn besitzend, ist. Es ist auch gesagt, dass einen Sinn besitzende Bādara Jīvas, irgendein Ādhāra (Substratum) haben, um zu existieren.

Jīvas von fünf sinnen können entweder mit Geist oder ohne Geist sein. Jende mit Geist sind auch als Sajī oder Sajā habend bekannt.[1]

Sajā besteht von Versuch zu gewinnen, was nützlich ist und zu lassen was schädlich ist und einem Urteil über gut und böse.[2]

Paryāpti ist so in Gommata-sāra geschildert worden: -

„Da Dinge wie räume, Gläser, Kleider, usw. voll sind oder leer, so sollte Jīvas verstanden werden vollständig oder unvollständig zu sein (Paryāpta und Aparyāpta).“

Āhāra (Nahrung und Getränk zu nehmen), Śarīra (Körper), Indriy (die fünf Sinne), Āaprāa (Atmung), Bhāā (Rede) und Manas (Geist), diese sechs existieren in Jīvas und machen sie vollständig (Paryāpta). Von diesen machen die ersten vier einen Sinn habende Jīvas vollständig. Im Fehlen von diesem sind Jīvas unvollständig (Aparyāpta).

 

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[1] Tattvārthādhigama Sūtra II. 5. 24

[2] Tattvārthādhigama Sūtra II. 5. 24