VERS 33 ZURÜCK INHALT VOR SIEBEN ELEMENTE (TATTVAS) THEMA 5 Dravya-Saṃgraha
33. Bandha ist von vier Arten gemäss den (Unterteilungen, nämlich) Prakriti, Sthiti, Anubhaga und Pradesa. Prakriti und Pradesa werden von Yoga, aber Sthiti und Anubhaga werden aus Kasaya (erzeugt).
KOMMENTAR
Wenn es einen Zufluss von Materie in die Seele gibt, werden gewisse Energien (Karma), welche aus Bindung der Seele mit Materie bestehen, erzeugt. Es ist zuvor ausgesagt worden, dass Karma von acht Arten ist: Jñânavaraniya, Darśanavarniya, Vedaniya, Mohaniya, Ayu, Nama, Gotra und Antaraya. Was ist die Wesensart von jeder dieser acht Arten von Karma? Die Wesensart der ersten beiden Arten von Karma ist Jñâna und beziehungsweise Darśana zu verschleiern, dieser der dritten Glück oder Elend zu erzeugen, die der vierten Täuschung herzustellen; die der sechsten Gestalt zu erzeugen, die der siebten Geburt in hohen und niederen Familien zu bewirken; und die der achten Hindernisse zu mehreren Charakteristiken der Seele zu stellen. Nun, all diese sind die verschiedenen Wesensarten (Prakritis) von Karma. Bandha oder Bindung kann auch betrachtet werden, von verschiedenartigen Wesensarten zu sein, entsprechend zu den unterschiedlichen Wesensarten der Karmas. Die erste Verschiedenartigkeit von Bandha oder Bindung ist deshalb in Bezug zu ihrer Prakriti oder Wesensart.
Nun, die Zeit während welcher die verschiedenartigen Arten von Koarma in einer Seele bleiben wird weine Sthiti oder Dauer genannt. Bandha oder Bindung hat auch eine in Ausdehnung gleiche Dauer mit der Dauer der Karmas. Die zweite Verschiedenartigkeit von Bandha ist deshalb in Bezug auf diese Dauer (Sthiti) erkannt.
Karmas können von intensiever, mittelmässiger oder milder Abstufung sein, was die Ergebnisse, welche sie erzeugen angeht. Bandha oder Bindung kann auch von diesen drei Abstufungen der intensität sein. Wir erkennen deshalb die dritte Verschiedenartigkeit von Bandha in Bezug auf ihre Anubhaga (Intensität).
Die vierte Verschiedenhait von Bandha ist in Hinsicht auf ihre Pradesa (oder Masse). Die karmas durchdringen Pradesas der Seele und haften sich an dieselbe. Bedtrachtend diese Existenz von Karma und Seele in einem Ort, sprechen wir von der vierten Verschiedenartigkeit von Bandha in Hinsicht auf ihre Masse (Pradesa).
Umasvami hat auch diese vier Verschiedenartigkeiten von Bandha erwähnt. In Vardhamana Purana haben wir: „Bandha, welches von einer üblen Wesensart ist und produktiv von allen Übeln ist von vier Arten, nämlich Prakriti, Sthiti, Anubhaga und Pradesa.“ Harichandra und Viranandi erwähnen auch dasselbe.
In einem Wort, wir betrachten Bindung in Hinsicht auf ihre Wesensart (Prakriti), Dauer (Sthiti), Intensität (Anubhaga) und Masse (Pradesa).
Die Wesensart (Prakriti) und Masse (Pradesa) der Bindung resultieren von den Tätigkeiten der Gedanken, Rede und des Körpers, während die Dauer der Bindung (Sthitit9 und Intensität (Anubhaga) aus der Zuneigung und Abneigung der Seele gegen weltliche Objekte resultieren. In anderen Worten, Kasaya oder Zuneigung und Abneigung der Seele zu weltlichen Objekten ist die Antaranga (innere) Ursache der Bindung und bestimmt die Dauer und Intensität von ihr, während die tätigkeiten von Geist, Rede und Körper die Vahiranga (äussere) Ursache der Bindung sind und ihre Wesensart und Masse bestimmen. In Panchastikaya-samaya-sara haben wir auch einen ähnlichen Gedanken.
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