SEITE 189 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
erhalten hat), er wird unglücklich, und niemand wird ihn beschützen[1]. (31)
Wie also kann ein Mann, der zu "Farben" hingegeben ist, jemals irgendein Glück von irgendetwas herleiten? Er leidet Schmerzen zu der Zeit für ihren Genuss, welchen zu beschaffen er Elend erlitten hatte. (32)
In der gleichen Art, er der "Farben" hasst, zieht sich eine lange Folge von Schmerzen zu; wenn sein Geist mit Hass erfüllt ist, sammelt er Karman, das am Ende Elend wiederum erzeugt. (33)
Aber ein Mann, der ununterschiedlich zu "Farben" ist, ist frei von Sorgen; obwohl immer noch im Samsâra, ist er nicht von dieser langen Reihe von Schmerzen betroffen, gerade wie das Blatt des Lotus von Wasser (nicht angefeuchtet wird). (34)
[Die ganze Versreihe von 22-34 wird, mit wenigen Änderungen, fünf Mal im Original wiederholt, zwecks anzubringen auf die anderen Sinnesorgane.
Verse 35-47 handeln von Klängen, "Klang" ist mit "Farbe" zu ersetzen, "Ohr" für "Auge".[2]
Die letzte Zeile von Vers 37, welcher Vers 24 entspricht, lautet folglich:
Wie ein leidenschaftliches Reh, angelockt (durch ein Lied) in den Tod stürzt, ohne mit dem Klang befriedigt worden zu sein.
Auf die gleiche Weise Verse 48-60 finden Anwendung auf Gerüche; ersetze "riechen" und "Geruchsorgan".[3]
Verse 61-73 finden Anwendung auf Geschmack; ersetze "Geschmack" und "Zunge".
Verse 74-86 finden Anwendung auf Berührungen; ersetze "Berührungen" und "Körper".[4]
Verse 87-99 finden Anwendung auf Gefühle; ersetze "Gefühle" und "Geist".[5]
nächste SEITE 190
[1] Anissa = anisra. Nisrâ kommt nicht im gewöhnlichen Sanskrit vor, es wird durch avashtambha von den Kommentatoren wiedergegeben.
[2] Hier macht Sinn, alle Verse mit seinen Änderungen genau wiederzugeben, wobei für jedes Sinnesorgan, die genaue Bedeutung dafür zum Einprägen für den richtigen Sinn genau in der Fussnote beschrieben wird, wie in Vers 22 auf SEITE 187 für die Metapher "Farbe" = alles bezeichnet, was mit dem Auge wahrgenommen wird; also "Klang" = bezeichnet alles, was mit dem Ohr wahrgenommen wird. ΑΏ
[3] "Gerüche" = bezeichnet alles, was mit der Nase wahrgenommen wird. ΑΏ
[4] "Berührungen" = bezeichnet alles, was mit dem Tastsinn wahrgenommen wird. ΑΏ
[5] "Gefühle" = bezeichnet alles, was mit dem Geist wahrgenommen wird. ΑΏ