SEITE 20 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Âkârâṅga Sûtra
was immer sein Anteil sein mag, klein oder gross, er wird wünschen sich daran zu erfreuen. unabhängig von seinem Anteil wird, ob klein oder groß, wird er zu genießen. Dann zu einer Zeit, sind seine vielfältigen Ersparnisse ein grosser Schatz. Dann zu einem andern Zeitpunkt, teilen es seine Erben, oder diejenigen die ohne Auskommen sind stehlen es, oder der König nimmt es weg, oder es wird ruiniert auf eine Art oder die andere, oder es wird vom Grossbrand des Hauses konsumiert. So ein Narr macht grausame Taten welche einem andern zugute kommt, wird unwissentlich dabei zu Gram kommen. (5)
Dies ist sicherlich schon von den Weisen[1] ausgesprochen worden. Die werden die Flut[2] nicht durchqueren, noch können sie sie durchqueren, die gehen nicht zum nächsten Ufer, noch können sie zu ihm gehen, die gehen nicht zu dem gegenüberliegenden Ufer, noch können sie zu ihm gehen.
Und obwohl er die Lehre anhört, steht er nicht am richtigen Platz; aber der kluge der sich den wahren (Glauben) aneignet; steht am richtigen Platz (d.h. Kontrolle)[3].
Er der bei sich selbst sieht, braucht keine Unterweisung, aber der klägliche, geplagte Narr der sich in Vergnügungen erfreut, und dessen Elend nicht aufhört, wird herumgedreht im Wirbel der Leiden. Dies sage ich. (6)
[1] d.h. die Tîrthakara
[2] d.h. Samsâra, vertreten in der Vorstellung von einem See oder Sumpf, im Schlamm, von denen die Weltlichen versinken ohne in der Lage zu sein, das Ufer zu erreichen.
[3] Ayâniggam ka âdâya tammi thâne na kitthai | avitaham pappa kheyanne tammi thânammi kitthai || | Diese Worte bilden eine regelmäßige sloka (Rhythmus/Reim), die noch nicht von irgendeinem Kommentator festgestellt worden ist. Sîlâṅka scheint vitaham pappa akheyanne gelesen zu haben, aber ich halte das Lesen unserer MSS. besser, denn wenn wir es übernehmen, behält thâna die gleiche Bedeutung (nämlich Kontrolle) in beiden Teilen des Reimpaares, während, wenn wir die Lesung S îlâṅka’s übernehmen, thâna muss an der einen Stelle das Gegenteil von dem bezeichnen, was es an der anderen bedeutet; âdânîya, Lehre, lit. ist zu übernehmen.