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ÂKÂRÂGA SÛTRA

Erstes Buch[1].

Zweite Vorlesung,

genannt

EROBERUNG der Welt.

ERSTE LEKTION/Lehre.

Hohes Ansehen ist der Sitz der Wurzel, und der Sitz der Wurzel ist hohes Ansehen[2] . Er der sich nach hohen Eigenschaften sehnt, wird überwältigt durch grosse Pein, und er ist unachtsam[3]. (Denn er denkt) ich habe zu sorgen für eine Mutter, für einen Vater, für eine Schwester, für eine Frau, für Söhne, für Töchter, für eine Schwiegertochter, für meine Freunde für nahe und ferne Bekannte, für meine Bekanntschaften[4], für verschiedene Arten von Besitz, Profit, Mahlzeiten, und Kleider. Sich nach diesen Sachen sehnend, Leute sind unachtsam, leiden Tag und Nacht, arbeiten zur richtigen und zur falschen Zeit, wünschen Wohlstand und Schätze, leiden begehen Verletzungen und gewalttätige Handlungen, lenken den Verstand, wieder und wieder, auf diese verletzende Taten (beschrieben in der vorhergehenden Vorlesung). (1) (So handelnd), wird das Leben einiger Sterblicher (welches durch Bestimmung lang gewesen wäre) verkürzt. Denn wenn mit der Verschlechterung der Wahrnehmungen des Ohres, Auges, Organen des Geruchs, Geschmacks, Berührung, ein Mensch wird der Verschlechterung des Lebens gewahr, nach einer Zeit

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erzeugen sie[5] Senilität. Oder seine Angehörigen mit denen er zusammenlebt werden, nach einer Zeit, zuerst gegen ihn murren, und er wird danach gegen sie murren. Sie können dir nicht helfen oder dich schützen, noch kannst du ihnen helfen oder sie schützen. (2) Für Heiterkeit, Spiel, Vergnügen, Veranstaltung ist er nicht tauglich. Deshalb, ah! Setze den Weg fort zu pilgern, und denke, dass der gegenwärtige Augenblick vorteilhaft ist (für solche Vorhaben[6]), er sollte standfest sein und nicht, selbst für eine Stunde, sich achtlos verhalten. Seine Jugend, sein Alter, sein Leben schwindet dahin.

Ein Mensch der sich selbst unachtsam verhält, der tötet, schneidet, schlägt, zerstört, (lebende Wesen) fortjagt, Angst macht, beschließt zu tun was nicht (durch irgendjemand) getan werden sollte – ihm, seine Beziehungen mit denen er zusammenlebte, werden ihn zuerst schätzen, und er wird sie danach pflegen. Aber sie können dir nicht helfen oder dich nicht schützen, noch kannst du denen helfen, noch sie schützen. (3)

Oder er häuft Schätze auf für den Nutzen von einigen Verschwendern, indem er sich selber in kritische Lage bringt. Dann, nach einer Zeit, fällt er in Krankheit; diejenigen mit denen er zusammen lebt, werden ihn zuerst verlassen und er wird sie danach verlassen. Die können dir nicht helfen oder schützen, noch kannst du denen helfen oder sie beschützen. (4)

Er kennt Leid und Vergnügen in all seinen Variationen, und sieht sein Leben ist noch nicht am Zurückgehen, sollte ein weiser Mensch wissen, dass dies der richtige Augenblick ist (zum eintreten in ein religiöses Leben), während die Wahrnehmungen seines Ohres, Auges, Organe des Riechens, Schmeckens, Berührens, noch nicht[7]

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verschlechtert sind, während all diese Wahrnehmungen noch nicht verschlechtert sind, der Mensch sollte das wirkliche Ende seiner Seele[8] verfolgen[9]. Dies sage ich. (5)

 

ZWEITE LEKTION/   Lehre.

Ein weiser Mensch sollte jegliche Abneigung (zur Kontrolle[10]); wegräumen, er wird in der richtigen Zeit befreit sein. Einige, falschen Unterweisungen folgend, wenden sich ab (von Kontrolle). Die sind stumpfsinnig, eingewickelt in Täuschung. Während sie das Leben der Mönche imitieren, (sagen), "Wir sind frei von Anhaftung," genießen sie die Freuden, die sich ihnen selbst anbieten [11]. Durch falsche Unterweisung der Möchtegern-) Weisen plagen sie sich selbst (für Vergnügungen); so sinken sie tiefer und tiefer in Täuschung, (und können nicht erreichen) zu diesem, oder zum gegenüberliegenden Ufer[12]. Diejenigen, die befreit (von Anhaftung an die Welt und ihre Freuden) sind, erreichen das gegenüberliegende Ufer[13]. Begierde bändigend durch Wunschlosigkeit, erfreut er sich nicht den Vergnügungen, die sich selbst anbieten. Wunschlos, die Welt aufgebend, und aufhörend zu handeln, er weiss, und sieht, und hat keine Wünsche wegen seiner Einsicht[14], er wird hauslos genannt. (1)

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(Aber auf der andern Seite) leidet er Tag und Nacht, arbeitet zur richtigen und falschen Zeit, wünscht Wohlstand und Schätze, begeht Verletzungen und gewalttätige Handlungen, wieder und wieder richtet er seine Gedanken auf diese schädigenden Taten[15], für sein eigenes Interesse, um zu unterstützen oder unterstützt zu werden durch seine Bekannten, Freunde, den Vorfahren, Götter, dem König, Dieben, Gästen, Armen, Sramanas. (2)

So wird Gewalt getan durch diese verschiedenen Handlungen, absichtlich, ohne Angst, weil sie denken es ist für die Sühne von Sünden[16], oder für eine andere Hoffnung. Wenn man das weiß, sollte ein weiser Mensch weder selbst Gewalt begehen durch solche Handlungen, noch andere anweisen Gewalt zu begehen durch solche Handlungen, noch der Gewalt zustimmen die durch jemand anders getan wird.

Diese Strasse (zum Glück) wurde durch die Vornehmen erklärt, dass ein geschickter Mensch nicht (durch Sünde) verunreinigt werden sollte. Dies sage ich. (3)

 

DRITTE LEKTION/Lehre.

"Oftmals (bin ich geboren worden) in einer hohen Familie, oftmals in einer niederen; ich bin weder kleinlich, noch vornehm, noch wünsche ich (soziale Beförderung)." Dies nachdenkend, wer würde prahlen über seine Familie oder seinen Ruhm, oder für was er sich sehnen sollte? (1)

Deshalb sollte ein weiser Mensch weder fröhlich noch zornig sein (über sein Los): man sollte wissen und betrachten die Glücklichkeit der lebenden Kreaturen. Sich selbst sorgfältig verhalten, er sollte dies beachten: Blindheit, Stummheit, Taubheit, Einäugigkeit,

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Buckeligkeit[17], Schwarzheit, Verschiedenartigkeit der Farben (wird er immer erfahren); wegen seiner Achtlosigkeit wird er in vielen Geburten geboren, er erfährt verschiedene Gefühle. (2)

Nicht erbaut (über die Gründe dieser Übel) ist er betroffen (durch diese), immer herumgedreht (in diesem Wirbel von) Geburt und Tod. Leben ist teuer für viele die Felder und Häuser besitzen. Weil gefärbte und farbige (Kleider), Juwelen, Ohrringe, Gold, und Frauen erworben wurden, werden sie angehaftet an diese Dinge Und ein Narr, der sich für Leben sehnt, und weltlich-gesinnt [18], klagt dass (für diese weltlichen Sachen) Busse, Selbst-Verzicht, und Kontrolle nichts nützen, wird unwissentlich zu Gram kommen. (3)

Diese welch von einem aufrichtigen Verhalten sind, begehren diesen (Wohlstand) nicht. Weil man Geburt und Tod kennt, sollte man streng den Pfad (z.B. rechtes Verhalten) begehen, (und nicht auf altes Alter warten um mit religiösem Leben zu beginnen),

Denn da ist nichts unzugänglich für Tod. Alle Wesen sind vernarrt ins Leben[19], lieben Vergnügen, hassen Leid, vermeiden Zerstörung, lieben Leben, lange zu leben. Für alle ist Leben kostbar[20]. (4)  

Wenn man es (z.B. Wohlstand) erworben hat, beschäftigt man Zweibeiner und Vierbeiner, um Reichtümer zusammenzuraffen auf drei Arten[21],

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was immer sein Anteil sein mag, klein oder gross, er wird wünschen sich daran zu erfreuen.  unabhängig von seinem Anteil wird, ob klein oder groß, wird er zu genießen. Dann zu einer Zeit, sind seine vielfältigen Ersparnisse ein grosser Schatz. Dann zu einem andern Zeitpunkt, teilen es seine Erben, oder diejenigen die ohne Auskommen sind stehlen es, oder der König nimmt es weg, oder es wird ruiniert auf eine Art oder die andere, oder es wird vom Grossbrand des Hauses konsumiert. So ein Narr macht grausame Taten welche einem andern zugute kommt, wird unwissentlich dabei zu Gram kommen. (5)

Dies ist sicherlich schon von den Weisen[22] ausgesprochen worden. Die werden die Flut[23] nicht durchqueren, noch können sie sie durchqueren, die gehen nicht zum nächsten Ufer, noch können sie zu ihm gehen, die gehen nicht zu dem gegenüberliegenden Ufer, noch können sie zu ihm gehen.

Und obwohl er die Lehre anhört, steht er nicht am richtigen Platz; aber der kluge der sich den wahren (Glauben) aneignet; steht am richtigen Platz (d.h. Kontrolle)[24].

Er der bei sich selbst sieht, braucht keine Unterweisung, aber der klägliche, geplagte Narr der sich in Vergnügungen erfreut, und dessen Elend nicht aufhört, wird herumgedreht im Wirbel der Leiden. Dies sage ich. (6)

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VIERTE LEKTION/Lehre.

Dann, nach einer Zeit, fällt er in Krankheit: diejenigen, mit denen er zusammenlebt, murren ihn an, und danach murrt er sie an. Aber die können dir nicht helfen oder dich beschützen, noch kannst du ihnen helfen oder sie beschützen. (1)

Weil sie Vergnügen und Leid getrennt verstehen[25], bemühen sie sich für Genüsse (von äusserlichen Sachen). Denn einige Menschen in dieser Welt haben (solch einen Charakter, dass) sie ihr Quantum zu geniessen begehren werden, ob es umfangreich ist oder klein, in den drei Arten[26]: Dann, zu einer Zeit, wird es genügend umfangreich sein, mit vielen Hilfsmitteln. Dann, zu einer andern Zeit, teilen es seine Erben, oder diejenigen, die kein Auskommen haben stehlen es, oder der König nimmt es weg, oder es wird ruiniert auf die eine oder die andere Art, oder es wird vom Grossbrand des Hauses vernichtet. So ein Narr, der grausame Taten macht, wird unwissentlich dabei zu Gram kommen. (2)

Klugerweise verwerfe Hoffnung und Verlangen [27], und ziehe diesen Dorn (d.h. Vergnügen) heraus (solltest du richtig handeln). Leute die umhüllt sind von Täuschung verstehen dies nicht: er, der (Wohlstand anhäuft) wird, vielleicht, nicht den Nutzen davon haben.

Die Welt ist sehr beunruhigt über Frauen. Die (nämlich Männer) sagen wahrlich: "Dies sind die Gefässe (des Glücks Aber dies führt sie zu Leid, zu Täuschung,  

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zu Tod, zur Hölle, zur Geburt als Höllen-Wesen oder brutale Tiere. Der Narr kennt nie das Gesetz. (3)

So sprach der Held[28] 1 : "Sei vorsichtig gegen diese grosse Täuschung; der Kluge sollte mit Sorglosigkeit getan, den Tod in Ruhe in Betracht gezogen haben, und dass, die Natur von welchem der Verfall ist (nämlich der Körper); diese (Vergnügungen), schaue! Wird (dich) nicht befriedigen. Deshalb mach fertig mit dem! Weiser, schaue! Dies ist die grosse Gefahr, sie sollte niemanden überwältigen wen auch immer. Er wird ein Held genannt der nicht verärgert ist durch (die Mühsal verursacht wird) durch Kontrolle. Er sollte nicht zornig sein weil ihm der (Haushaltvorstand) wenig gibt. Wenn abgewendet, sollte er gehen. Du solltest dich richten an das Verhalten der Weisen." So sage ich. (4)

 

FÜNFTE LEKTION/Lehre.

Dass für dies (nämlich Vergnügen), das Wollen der Welt, durch schlechte verletzende Taten geliefert werden wird: denn die eigenen Söhne, Töchter, Schwiegertöchter, Angehörige, Krankenschwestern, Könige, männliche und weibliche Sklaven, männliche und weibliche Diener, wird aus Gründen der Gastfreundschaft, von Abendessen und Frühstück, die Anhäufung von Wohlstand ausgeführt. (1)

(Dies ist) hier für den Genuss einiger Menschen. (Aber ein weiser Mensch) sich selbst anstrengend, hauslos, edel, von edlem Verstand, von edler Wahrnehmung erkennt den richtigen Augenblick (für alle Handlungen). Er sollte nicht hinnehmen, noch andere bewirken hinzunehmen, noch denen erlauben

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irgendetwas Unreines anzunehmen[29]. Free from uncleanliness he should wander about. Frei von Unreinheit sollte er herumwandern. (2)

Es sollte nicht gesehen werden beim Kaufen und Verkaufen, er sollte nicht kaufen, noch andere bewirken zu kaufen, noch einverstanden zu sein, dass andere kaufen. Dieser Bettler der die Zeit kennt, die Stärke (von sich selbst), das Mass (von allen Dingen), die Ausübung[30], die Gelegenheit (zum Betteln, usw.), das Verhalten, die religiösen Vorschriften[31], die wahren Umstände (des Gebers oder Zuhörers), welcher alle Dinge, die nicht für religiöse Zwecke erforderlich sind von sich weist [32], wer unter keinen Verpflichtungen ist, er schreitet voran (auf der Strasse zur schlussendlichen Befreiung) nachdem er beides abgeschnitten hat (Liebe und Hass). Kleider, Almosenschalen, Leintücher, Besen, Eigentum[33], Strohmatten, mit Hinblick zu diesen Sachen sollte er wissen (was unrein ist). Wenn er Essen erhält sollte er die benötigte Menge kennen. Dies ist ausgesprochen worden durch den Verehrten Einen: er sollte sich nicht am Erhalt eines Geschenkes erfreuen, noch es leid sein wenn er nichts erhält. Viel zu erhalten, sollte man es nicht horten, man sollte sich enthalten von nicht für religiöse Zwecke bestimmten Dingen. Mit einem Verstand verschieden (von dem gewöhnlicher Leute) verlässt ein Seher (diese Dinge). Dies ist der Weg gelehrt durch die Edlen, gut bekannt gemacht mit was man sich nicht beschmutzen sollte (durch Sünde). Dies sage ich. (3)

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Vergnügungen sind schwierig zurückzuweisen, Leben ist schwierig zu verlängern. Dieser Mensch, sicherlich, der Vergnügungen liebt, ist heimgesucht (bei deren Verlust), ist traurig in seinem Herzen, verlässt seine gewöhnlichen Pfade, ist betrübt, leidet Schmerz. Der Weitsichtige der die Welt kennt, kennt seinen minderwertigen Teil (Hölle), seinen oberen Seite (Himmel), seinen Seiten-Langen Teil (das Stadium von rohen Tieren). Er der die Beziehung (von menschlichen Affairen, nämlich) kennt, dass der, der nach der Welt verlangt immer umgedreht ist (im samsâra), ist unter den Sterblichen Held genannt, der diese befreit, die gefesselt sind. (4)

So wie das Innere (eines Körpers widerlich ist), so ist das Äussere, so wie das Äussere, so ist das Innere. Im Innern des Körpers verspürt das faulige innere Rumoren, er beobachtet ihre mehreren Abläufe (oder Ausbrüche). Ein gut-unterrichteter Mensch kennt und verzichtet (auf den Körper und Vergnügungen), sollte nicht essen (seinen Speichel[34]); er sollte sich selbst nicht dem (Lauf der Erkenntnis) widersetzen. Sicherlich, der Mensch der mit weltlichen Angelegenheiten befasst ist, der viele Kniffe ausführt, der durch sein eigenes Tun verwirrt ist, handelt wieder und wieder an dem Verlangen welches seine Ungerechtigkeit erhöht[35]. Infolgedessen das Obenstehende ist gesagt worden für die Zuname von diesem (Leben)[36]. (Ein Mensch süchtig nach Vergnügungen) handelt als ob er unsterblich wäre, und setzt grossen Glauben (in Vergnügen); aber wenn er bemerkt, dass dieser Körper Schmerzen erleidet, weint er in seiner Unwissenheit. Deshalb behalte im Kopf was ich sage. (5)

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Ein Ketzer[37] beteuert zu heilen (die Liebe von Vergnügung), während er tötet, schneidet, schlägt, zerstört, fortjagt, beschliesst zu tun was zuvor nicht getan worden ist. Wem er die Kur anwendet - genug von dieses Narrens Zuneigung[38], oder der wer die (Kur) angewendet hat, ist ein Narr. Dies findet keine Anwendung an den Hauslosen. Dies sage ich. (6)

 

SECHSTE LEKTION/Lehre.

Er der vollkommen versteht (was in den vorhergehenden Lektionen gesagt worden ist) und folgt dem (Glauben der begehrt zu sein ist), sollte deshalb keine sündhafte Handlung tun, noch bewirken andere so eine zu tun. Zufällig denkt er über eine Sünde nach (erst durch eine Tat gegen) eine (von den sechs Lebensgruppierungen), aber er wird schuldig sein (der Sünde gegen) jede einzelne der sechs. Weil er Glück begehrt und viel beklagt, wird er unwissentlich zu Kummer kommen durch sein eigenes Missgeschick. (1) Durch seine eigene Unachtsamkeit produziert jeder einzelne die Phase im Leben in welchem die lebendige Gemütsverfassung gepeinigt wird. Beachtet man (das Leid der weltlichen Existenz, sollte man) nicht mit Gewalt (handeln). Dies wird die wahre Erkenntnis (und Verzicht) genannt. Der wer aufgehört hat von Handlungen lässt die Idee von Eigentum los, überlässt Eigentum sich selbst. Dieser Weise hat den Pfad gesehen (zu der schlussendlichen Befreiung) auf dem dorthin kein Eigentum besteht. Weil er dies erkennt, sollte ein weiser Mensch, der die Welt kennt und die Gedanken der Welt weggeworfen hat,

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vorsichtig die Behinderungen zur Gerechtigkeit überwinden[39]. Dies sage ich. (2)

Der Held duldet nicht Unzufriedenheit,

Der Held duldet nicht Unzufriedenheit,

Denn der Held ist nicht leichtsinnig,

Der Held ist nicht (den Objekten der Sinne) angehaftet.

Er sei interesselos gegenüber Tönen (und andere) Wahrnehmungen, verabscheue die Bequemlichkeit dieses Lebens.

Ein Weiser der sich ein Leben von Weisheit aneignet, sollte seinen groben Körper rau behandeln.

Die Helden die das richtige Einfühlungsvermögen haben, benutzen durchschnittliches und rohes Essen[40].

Von solch einem Menschen wird gesagt, die Flut (des Lebens) durchquert zu haben, ein Weiser zu sein), (das samsâra) überwunden zu haben, befreit zu sein, aufgehört zu haben (von allen Handlungen). Dies sage ich. (3)

Ein Weiser wird untauglich genannt, der nicht dem Gesetz folgt und in seinem Dienst versagt. (Aber im Gegensatz) wird er gerühmt wie ein Held, er überwindet die Verbindung mit der Welt, er wird der Führer (oder der rechte Weg) genannt. Was hier ausgesprochen worden ist, hier das Unglück der Sterblichen zu sein, von diesem Unglück legen die Klugen das Wissen vor. (4)

Er, der solches Verständnis  hat (und  verzichtet auf) Handlungen, ein Mann, der die Wahrheit erkennt, erfreut sich in nichts Anderem; und er der sich nur in der Wahrheit erfreut, erkennt nichts Anderes. So wie (das Gesetz) offenbart worden ist für den Erfüllten, so für den Leeren; so wie für den Leeren,

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so für den Erfüllten[41]. Aber er (zu dem der Glaube gepredigt wurde) wird vielleicht respektlos (den Prediger) schlagen. Gleichwohl wisse, da ist nichts Gutes in diesem (wahllosen predigen). (Aber sicherlich vorher) was für eine Art Mensch er ist, und wen er anbetet. Er wird genannt ein Held der den gefesselten befreit, oben, unten und in den seitlichen Richtungen. Er entspricht immer allem Wissen (und Verzicht); der Held ist nicht verschmutzt durch die Sünde des Tötens. Er ist ein weiser Mensch der vollkommen das Nicht-Töten[42] kennt, der nach der Befreiung des Gebundenen sucht. Der Kluge ist weder gebunden noch befreit; er sollte tun oder ungetanes lassen (was der Held tut oder nicht tut); er sollte nicht tun was (der Held) ungetan lässt:

Wissen (und Verzicht) auf Ermordung von irgendeiner Art und weltliche Ideen in allen Hinsichten[43].

Er der sich selbst sieht, braucht keine Unterweisung. Aber der unglückliche und geplagte Narr der sich erfreut in Vergnügungen und dessen Elend nicht aufhört, ist herumgedreht im Strudel der Leiden[44]. Dies sage ich. (5)

Ende der zweiten Vorlesung, genannt EROBERUNG DER WELT.

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[1] Suyakkhamdha, srutaskandha.

[2] d.h. in den Eigenschaften der externen Dinge liegt die Hauptursache des Samsâra, nämlich Sünde, die Eigenschaften produzieren Sünde und Sündhaftigkeit macht uns geneigt die Eigenschaften zu geniessen.

[3] d.h. gibt Platz zu lieben, hassen, &c.

[4] Samthuya .Die Kommentatoren erklären dieses Wort Bekannte oder einen der mir empfohlen wird.

[5] d.h. diese versagenden Wahrnehmungen

[6] D.h. sein gegenwärtiges Leben; für die Geburt in âryakshetra und in einer adeligen Familie ist es schwer einzuhalten in diesem Samsâra.

[7] Patteyam, einzeln, im Hinblick auf die Lebewesen.

[8] Nämlich (Selbst-) Kontrolle.

[9] Samanuvâseggâsi (tti bemi) wird von den Kommentatoren für die zweite Person genommen, die immer vor tti bemi, aber nirgendwo anders vorkommt. Ich glaube si gehört zu tti bemi, und steht für se = asau.

[10] Arati ist in der Regel nur ungern, âuttai Übung; aber nach den Kommentatoren, bedeuten diese Worte hier samyamârati und nivartayati.

[11] z.B. die Buddhisten, &c., Sâkyâdayah.

[12] d.h. sie sind weder Haushaltvorstände noch hauslose Mönche.

[13] d.h. Moksha, endgültige Befreiung.

[14] Nämlich zwischen gut und schlecht, oder Ergebnisse der Wünsche.

[15] Siehe I, 2, 1, § 1

[16] Die Opferriten der Brâhmanas sind gemeint

[17] Hernach vadabhattam erklärt sich durch vinirgataprithivi vadabha-lakshanam.

[18] Sampunnam = sampûrnam , lit. vollständig, d.h. das komplette Ende der menschlichen Existenz ist Freude der Welt

[19] Eine weitere Lesung von den Kommentatoren erwähnt ist piyâyayâ, verliebt in sich selbst.

[20] Das Original dieses Absatzes lautet teilweise rythmisch, nach dem Vers markiert in meiner Ausgabe folgen drei letzten pâdas einer sloka

[21] Nach den Kommentatoren sind die drei Modi der Aktivität (Yoga), Handlung, Auftrag, Einwilligung oder die drei Organe der Aktivität (karana), Geist, Sprache, Körper gemeint.

[22] d.h. die Tîrthakara

[23] d.h. Samsâra, vertreten in der Vorstellung von einem See oder Sumpf, im Schlamm, von denen die Weltlichen versinken ohne in der Lage zu sein, das Ufer zu erreichen.

[24] Ayâniggam ka âdâya tammi thâne na kitthai | avitaham pappa kheyanne tammi thânammi kitthai || | Diese Worte bilden eine regelmäßige sloka (Rhythmus/Reim), die noch nicht von irgendeinem Kommentator festgestellt worden ist. Sîlâka scheint vitaham pappa akheyanne gelesen zu haben, aber ich halte das Lesen unserer MSS. besser,  denn wenn wir es übernehmen, behält thâna die gleiche Bedeutung (nämlich Kontrolle) in beiden Teilen des Reimpaares, während, wenn wir die Lesung S îlâka’s übernehmen, thâna muss an der einen Stelle das Gegenteil von dem bezeichnen, was es an der anderen bedeutet; âdânîya, Lehre, lit. ist zu übernehmen.

[25] Die Bedeutung scheint zu sein: Wenn die Menschen nicht wissen, dass Freude und Schmerz das Ergebnis der eigenen Werke sind, &c.

[26] Die Kommentatoren geben keine Erklärung, was gemeint ist mit "die drei Arten," jedoch vgl. 3, § 5

[27] Die Worte âsam ka khamdam ka vigimka dhîre formen eine trishtubh pâda

[28] Die MSS. haben udâhu dhîre. Das letzte Wort ist ein häufiger Fehler für vîre, der von den Kommentatoren übernommen worden ist. udâhu durch ud-âha = uktavân

[29] Âmagandha, unrein, ist auch ein buddhistischer Begriff, siehe Rhys David’s Buddhismus, pp. rat, 181.

[30] Kheda = abhyâsa, oder der Schmerz der weltlichen Existenz.

[31] Samaya

[32] Pariggaha, es könnte auch übersetzt werden, wer Anhaftung ablehnt.

[33] Oggaha = avagraha Eigentum z.B. der Boden oder Raum, den der Haushaltvorstand dem Bettler erlaubt, der in seinem Haus bleibt

[34] d.h. was er weggeworfen hat, Erbrechen, so es wäre; Vergnügen.

[35] Veram vaddhei appano, offenbar der Abschluss einer sloka, siehe I, 3, 2, 3.

[36] Die Kommentatoren stellen bereit sarîrasya, der Körper. Denn sündige Handlungen verletzen die Körper der Lebewesen; daher werden sie vermehrt durch unsere Enthaltung von der Sünde.

[37] Pamdite = panditammânî, wer glaubt oder vorgibt ein gelehrter Mann zu sein

[38] Alam bâlassa samgena, ein pâda von sloka; gefolgt von den Worten der 2. Fussnote SEITE 24, es bildet den Halbvers von Vers 3 in der zweiten Lektion des nächsten Kapitels

[39] Siehe SEITE 17, Anmerkung 1

[40] Diese Worte bilden offenbar eine sloka, jedoch die dritte pâda ist um eine Silbe zu kurz, aber dieser Fehler kann leicht durch Einfügen von ka: pamtam lûham ka sevanti korrigiert werden. Die Kommentatoren behandeln die Passage als Prosa

[41] Der Erfüllte und der Leer bezeichnen diejenigen, die den wahren Glauben übernehmen, und diejenigen, die dies nicht tun

[42] Anugghâyana. Nach dem Kommentator, die Zerstörung von Karman

[43] Dies ist wieder ein vereinzelter halber sloka. Der Text wimmelt von kleineren Fragmenten von Versen, trishtubhs, oder slokas

[44] Siehe das Ende der Dritten Lektion