SEITE 314 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
speziell für sie vorbereitet worden ist, gehen sie auf Meditation[1], sind aber unwissend von der Wahrheit, und besitzen Achtsamkeit nicht. (26)
Wie dhaṅkas, Reiher, Fischadler, Kormorane, und Fasane über Fischfang meditieren, (was) eine sündhafte und sehr niedere Meditation ist, so betrachten einige ketzerische, unwürdige Sramanas das Streben nach Vergnügen; (sie sind) sündhaft und sehr niedrig wie Reiher. (27, 28)
Hier treten einige Willensschwache, den reinen Weg missbrauchend, auf einen falschen Weg ein. Sie werden dabei in Elend und Zerstörung gehen. (29)
Wie ein blind geborener Mensch in ein undichtes Boot gelangend das Ufer erreichen will, aber während der Überfahrt ertrunken ist[2]; so werden sich einige unwürdige, ketzerische Sramanas, nachdem sie in den vollen Strom (des Samsâra) gelangt sind, große Gefahr zuziehen. (30, 31)
Aber dieses Gesetz wissend, das vom Kâsyapa verkündet worden ist, durchquert (ein Mönch) den schrecklichen Strom (des Samsâra) und wandert auf das Wohl seiner Seele bedacht umher. (32)
Ununterschiedlich gegenüber weltlichen Objekten, sollte ein Mann umherwandern alle Geschöpfe in der Welt so behandelnd, wie er selbst behandelt werden möchte. (33)
Ein weiser Mann wissend (und verzichtend auf) übermäßigen Stolz und Täuschung, (kurz) aufgebend alle (Ursachen von weltlicher Existenz), bringt seine Befreiung zustande[3]. (34)
Er erwirbt gute Eigenschaften, und lässt ab von schlechten Eigenschaften; ein Mönch, der nachhaltig Askese ausübt, vermeidet Zorn und Stolz. (35)
Die Buddhas[4], die waren, und die Buddhas, die
nächste SEITE 315
[1] Vgl. Sûtrakritâṅga Sûtra I, 3, 3, SEITE 267, Vers 12.
[2] Verse 30, 31 a = Sûtrakritâṅga Sûtra I, 1, 2, SEITE 243, Verse 31, 32 a
[3] Die erste Zeile dieses Verses kam in Sûtrakritâṅga Sûtra I, 9, Vers 36 vor
[4] Hier ist Buddha ein Synonym für Tîrthakara