SEITE 130 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
religiöse Übungen, nachdem sie sorgfältig geprüft habend); 5. ukkâra-samiti (Durchführung der Tätigkeiten der Natur an einer entlegenen Stelle). Die drei Guptis (die hier unter dem Begriff Samiti in ihrer breiteren Anwendung enthalten sind) sind: 1. mano-gupti (den Geist verhindernd von Wanderungen im Wald der sinnlichen Vergnügungen durch ihn beschäftigend in der Kontemplation, Studium, usw.); 2. vâg-gupti (Verhinderung der Zunge schlechte Dinge zu sagen durch ein Gelübde des Schweigens, usw.); 3. kâya-gupti (den Körper in eine unbewegliche Haltung stellend wie im Fall von Kâyôtsarga). (2)
Die acht Gegenstände[1] sind daher kurz aufgezählt, in denen das ganze Glaubensbekenntnis durch die Ginas gelehrt und dargelegt in den zwölf Angas, verstanden wird. (3)
1. Das Gehen von einem gut disziplinierten Mönch sollte in vier Hinsichten rein sein: in Hinsicht auf 1. die Ursache[2]; 2. die Zeit; 3. der Weg; 4. die Bemühung[3]. (4)
Die Ursache ist: Wissen, Glauben und richtiges Verhalten; die Zeit ist Tag-Zeit; der Weg schließt schlechte Wege aus. (5)
Die Bemühung ist Vierfach, nämlich betreffend: 1. Stoff, 2. Ort, 3. Zeit, und 4. Beschaffenheit des Geistes. Hört mich sie erklären. (6)
In Hinsicht auf Stoff: der (gehende Mönch) sollte mit seinen Augen schauen, in Hinsicht auf Ort, der Raum einer Yuga (d.h. vier hastas oder Ellen); in Hinsicht auf die Zeit: Solange er geht; und im Hinblick auf die Beschaffenheit des Geistes: sorgfältig[4]. (7)
Er geht sorgfältig, der nur auf
[1] Vgl. Anm. von Vers 1 die engl. Übersetzung hat hier Samitis, mit acht sind hier jedoch eindeutig die 3 Guptis und die 5 Samitis gemeint. ΑΏ
[2] Âlambana, wörtlich unterstützen; erklärt: unterstützt durch welches der Geist rein wird.
[3] Gâyanâ = yatna; es besteht hauptsächlich aus Mitleid mit lebenden Wesen (gîvadayâ).
[4] Upayukta