SEITE 161 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
62. srôtrêndriyanigraha, das Ohr unterwerfend;
63. kakshurindriyanigraha, das Auge unterwerfend;
64. ghrânêndriyanigraha, Unterwerfung des Geruchsorgans;
65. gihvêndriyanigraha, Unterwerfung der Zunge;
66. sparsanêndriyanigraha, Unterwerfung des Berührungsorgans;
67. krôdhavigaya, Zorn bezwingend;
68. mânavigaya, Stolz bezwingend;
69. mâyâvigaya, Täuschung bezwingend;
70. lôbhavigaya, Gier bezwingend;
71. prêmadvêshamithyâdarsanavigaya, Liebe, Hass und falsche Weltanschauung bezwingend;
72. sailêsî, Stabilität;
73. akarmatâ, Freiheit von Karman.
1. Herr, was erhält die Seele von der Sehnsucht nach Befreiung? Durch die Sehnsucht nach Befreiung erhält die Seele einen intensiven Wunsch nach dem Gesetz, durch einen intensiven Wunsch nach dem Gesetz kommt er schnell zu einer (erhöhten) Sehnsucht nach Befreiung; er zerstört Wut, Stolz, Verrat und Gier, welche sich unendlich reproduzieren; er erwirbt kein (schlechtes) Karman, und befreit sich von falschen Glauben, der die Folge des Letzteren ist, er wird besessen von rechtem Glauben; durch die Reinheit des Glaubens werden einige nach einer Geburt Vollkommenheit erreichen; niemand allerdings, der diese Reinheit hat, wird mehr als dreimal geboren, bevor er Vollkommenheit erreicht. (1)
2. Herr, was erlangt die Seele durch Missachtung von weltlichen Dingen[1]? Bei Missachtung von weltlichen Objekten, fühlt die Seele schnell Ekel für von Göttern, Menschen, und Tieren genossenen Vergnügungen; er wird gleichmütig zu