SEITE 178 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
e. Ein Mönch, der Enthaltsamkeit nach den Angaben beachtet, welche im Hinblick auf den Stoff, Ort, Zeit und Geisteszustand aufgezählt worden sind, beachtet Abstinenz auch im Hinblick auf Entwicklung[1]. (24)
3. In Bezug auf das Almosensammeln gibt es die acht wichtigsten Arten[2] wie sie zu sammeln, die sieben êshanâs (oder Arten von Betteln) und andere selbst auferlegte Beschränkungen. (25)
4. Enthaltung von köstlicher Nahrung bedeutet Verzicht auf solche höchst nahrhafte[3] Speisen und Getränke wie Milch, Quark, Ghee, usw. (26)
5. Selbstkasteiung besteht in den unterschiedlichen Haltungen wie Virâsana, usw., welche der Seele nützen, und die schwer auszuführen sind. (27)
6. Einsame Unterkünfte und Betten verwendend besteht in Wohnen und Schlafen in getrennten und
[1] Denn Entwicklung (paggava = paryâya) steht für jede Form oder Phase des Daseins, die alles vorgeben kann. Deshalb sind alle Angaben zu Ort, z.B. Entwicklungen von Ort. Da alle Beschränkungen von Ort, usw., indirekt die von einem Mönch erhältliche Nahrung vermindern, kommen sie auch unter den Bereich Abstinenz.
[2] Nach dem Kommentator, sind das die sechs in Vers 29 aufgezählten Arten. Sambûkâvartta besteht aus zwei Arten, wie in der Anmerkung erklärt; die achte Art ist rigvî oder der gewöhnliche Weg zu betteln. Diese acht Arten beziehen sich auf die Häuser, in denen sie Almosen sammeln. Die sieben êshanâs beziehen sich auf die Qualität oder Quantität der Nahrung; ihre Namen sind in der Tîkâ genannt, zum Teil in Prâkrit, teils in Sanskrit: 1. samsatthâ; 2. asamsatthâ; 3. uddhadâ; 4. alpalêpikâ; 5. udgrihîtâ; 6. pragrihîtâ; 7. ugghitadharmâ. Nach einer anderen Stelle: 1. ist samsprishta, 3. uddhrita, 5. avagrihîta.
[3] Pranîta, erklärt pushtikara