SEITE 3 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
Wenn er zufällig irgendetwas niederträchtiges tut, sollte er es niemals leugnen, aber wenn er es getan hat, sollte er sagen: "Ich habe es getan," wenn er es nicht getan hat: "Ich habe es nicht getan." (11)
Er sollte nicht in jedem Fall, auf den ausdrücklichen Befehl (des Lehrers) warten wie ein ungezähmtes Pferd auf die Peitsche (der Fahrer), sondern wie ein gezähmtes Pferd, welches die Peitsche (des Reiters) sieht, sollte er keine böse Tat begehen. (12)
Ungehorsam, grob sprechend, schlecht erzogene Schüler werden auch einen sanften Lehrer ärgern; nur jene werden bald sogar einen hitziger Lehrer gewinnen, der ihn gewähren lässt und höflich ist. (13)
Er sollte nicht unaufgefordert sprechen, und gefragt, sollte er keine Lüge erzählen; er sollte nicht seinem Zorn nachgeben, und mit Gleichmut angenehme und unangenehme Ereignisse ertragen. (14)
Unterwerfe dein Selbst, denn das Selbst ist schwer zu bezwingen; wenn dein Selbst gebändigt ist, wirst du in dieser Welt und in der nächsten glücklich seom. (15)
Besser ist es, dass ich mein Selbst durch Selbst-Kontrolle und Buße unterwerfe, als von anderen mit Fesseln und körperlicher Züchtigung unterworfen werden. (16) (16)
Er sollte nie etwas Unangenehmes dem Weisen antun[1], weder in Worten noch Taten, weder offen noch heimlich. (17)
Er sollte nicht (sitzen) an der Seite des Lehrers, noch vor ihm, noch hinter ihm; er soll nicht (des Lehrers) Oberschenkel mit seinem eigenen berühren, noch seinen Anruf vom Lager her beantworten[2]. (18)
Ein gut erzogener Mönch sollte nicht auf seinen Schinken sitzen[3],