SEITE 71                                                                                           Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                             Uttarâdhyayana Sûtra

Eigentum von Gebäuden, von Veränderungen im Körper, aus dem Sinn[1] der Schreie (von Tieren) - er ist ein echter Mönch. (7)

Zaubersprüche, Wurzeln, jede Art von medizinischer Behandlung, Brechmittel, Abführmittel, Beräucherung, Salbung des Auges, und Baden, des Patienten Klagen, und sein Trost - er der sich von all diesen Dingen enthält, ist ein wahrer Mönch. (8)

Er der nicht lobt, oder Aufmerksamkeit zollt an, die Krieger, Ugras[2], Fürsten, Brâhmanas, Bhôgas und Künstler aller Art, wer auf dies verzichtet, er ist ein wahrer Mönch. (9)

Er der nicht für irdischen Gewinn, sein Vertrautsein mit Haushaltsvorständen aufbessert, mit dem er als ein Mönch in seinen Bereich fiel oder in freundschaftlicher Beziehung vor dieser Zeit war, er ist ein Mönch. (10)

Einem Nirgrantha ist verboten von Haushaltsvorständen zu nehmen, wenn sie es nicht selbst geben, Bett, Unterkunft,

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[1] Eine mutmaßlichen Erbringung von vigaya, welches nicht in seiner gewöhnlichen Bedeutung "Sieg" genommen werden kann. Der Kommentar erklärt es subhâsubhanirûpanâbhyâsah.—Beachte die Abwesenheit der Astrologie aus der obigen Liste der prophetischen Kunst ausgeführt durch herumwandernde Brüder offensichtlich ausgeübt, um sich in die Gunst der Laien und Frauen einzubringen. Wenn griechischer Einfluss schon zu Bedeutung aufgestiegen wäre, wäre es sicherlich erwähnt worden. Denn seit jeher hat es einen festen Halt auf dem hinduistischen Geist .-- Diese Bemerkung findet auch auf XX, 45 Anwendung. Nur in Sûtrakriga I, 12, 9, wird Astrologie (samvakkhara) erwähnt, es ist jedoch, die alte Astrologie der Hindus, nicht die griechische.

[2] Die Ugras und Bhôgas waren Kshattriyas. Die ersteren waren nach den Gainas, die Nachkommen derer, die Rishabha, der erste Tîrthakara, für das Amt des Kôtwals oder Präfekten von Städten ernannte, während die Bhôgas Nachfahren von denen waren, die Rishabha als der Ehre verdienende Personen anerkannte. Comp. Hoernle, Uvâsaga Dasâo, Appendix, SEITE 58, und meine Ausgabe der Kalpa Sûtra, SEITE 103, Anmerkung zu. Mit den Ugras und Bhôgas wird das Institutionalisierte des eigenen Glaubens angegriffen. Mit Recht, wie man sieht, zu was für Konflikten es führen kann, wenn Menschen dank ihrer Abstammung Vorteile erhalten oder erhoffen wie z.B. Abkömmlinge eines Monarchen, Potentaten, Reichen oder berühmten Religionsstifters etc. ΑΏ [2009 a.D.]