SEITE 359                                                                  Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                     Sûtrakriga Sûtra

einem Wald, ein Mann, der von Hirschen lebt, der Hirsche gern hat, Hirsche, der über Hirsche schwärmt, geht einen Hirsch jagen. Sich einbildend (einen) Hirsch zu sehen, nimmt er mit seinen Pfeil Ziel, um den Hirsch zu töten. Denkend, dass er den Hirsch töten wird, tötet er ein Rebhuhn oder eine Ente, oder eine Wachtel, oder eine Taube oder einen Affen oder ein Frankolin-Rebhuhn. Hier verletzt er statt einem (Wesen) einanderes, (deshalb heißt er) ein zufälliger Mörder. (10)

Dies ist der Fall, wenn ein Mensch jätend Reis, Kôdrava[1], Hirsesamen, Paraka oder Râlaka, sein Messer verwendet, um Unkraut schneiden. Sich einbildend, dass er einige Unkraut-Gräser[2] am Schneiden ist, schneidet er Reis (usw., bis hin zu) Râlaka. Hier verletzt er statt einer (Pflanze) eine andere; (deshalb heißt er) ein zufälliger Mörder. Dabei entsteht das schlechte Karman für ihn. Dies ist die vierte Art von Sünden begehen, zufällige genannt. (11)

5. Wir behandeln nun die fünfte Art von Sünden zu begehen, nämlich durch einen Fehler des Sehens. Dies ist der Fall, wenn ein Mann zusammenlebend mit seiner Mutter, seinem Vater, seinen Brüdern, Schwestern, Ehefrauen, Söhne, Töchtern oder Schwiegertöchtern, und einen Freund als einen Feind verwechselnd, den Freund aus Versehen tötet. (12)

Dies ist der Fall, wenn bei einem Tumult in einem Dorf[3],

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[1] Paspalum Sobriculatum

[2] Sie sind im Text als Syâmakam trinam, mukundaka vrîhiûsita, und kâlêsuka spezialisiert. Nur die beiden ersten sind in unseren Wörterbüchern erwähnt.

[3] In der Dipikâ wird der folgende versus memorialis angegeben, in welchem die im Text erwähnten Namen der Orte definiert sind: grâmô vrityâ vritah syân nagaram urukaturgôpurôdbhâsisôbham khêtam nadyadrivêshtam parivritam abhitah kharvatam parvatêna | grâmair yuktam matambam dalitadasasataih (?) pattanam ratnayônir drônâkhyam sindhuvêlâvalayitam atha sambâdhanamdrisrige || Es wird gesehen werden, dass die Bedeutung dieser in diesem Vers gegeben Begriffe unterscheidet sich von den in Uttarâdhyayana SEITE 176 gegebenen Anmerkungen 3-11 unterscheidet